Meta | Wert |
---|---|
title |
Elberfelder 1907 |
creator |
Stephan Kreutzer, Claas-Fridtjof Lisowski |
description |
Elberfelder-Bibel von 1907 |
publisher |
http://www.freie-bibel.de |
contributor |
John Nelson Darby |
contributor |
Julius Anton Eugen von Poseck |
contributor |
Carl Friedrich Wilhelm Brockhaus |
contributor |
Hermanus Cornelis Voorhoeve |
contributor |
Dr. Alfred Rochat |
contributor |
Dr. Emil Dönges |
contributor |
Rudolf Brockhaus |
date |
2013-04-30 |
type |
Text |
format |
Haggai XML Bible Markup Language |
identifier |
elberfelder_1907 |
source |
Elberfelder 1907 a), Große Ausgabe, 4. Auflage; Elberfelder 1907 d), Große Ausgabe, 4. Auflage |
language |
de-DE |
coverage |
Römer; 1. Korinther; Galater; Epheser; Philipper; Kolosser; 1. Timotheus |
rights |
Gemeinfrei seit 2003-01-01. |
1Paulus, Knecht* Jesu Christi, berufener Apostel, abgesondert zum Evangelium Gottes, 2(welches er durch seine Propheten in heiligen Schriften zuvor verheißen hat,) 3über seinen Sohn, (der aus dem Samen Davids gekommen* ist ⟨dem⟩ Fleische nach, 4 ⟨und als⟩ Sohn Gottes in Kraft erwiesen* ⟨dem⟩ Geiste der Heiligkeit nach durch Toten-Auferstehung,) Jesum Christum, unseren Herrn, 5(durch welchen wir Gnade und Apostelamt* empfangen haben für seinen Namen zum Glaubensgehorsam unter allen Nationen, 6unter welchen auch ihr seid, Berufene Jesu Christi,) – 7allen Geliebten Gottes, berufenen Heiligen, die in Rom sind: Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesu Christo!
8Aufs erste danke ich meinem Gott durch Jesum Christum euer aller halben, daß euer Glaube verkündigt wird in der ganzen Welt. 9Denn Gott ist mein Zeuge, welchem ich diene in meinem Geiste in dem Evangelium seines Sohnes, wie unablässig ich euer erwähne, 10allezeit flehend bei meinen Gebeten, ob ich nun endlich einmal durch den Willen Gottes so glücklich sein möchte, zu euch zu kommen. 11Denn mich verlangt sehr euch zu sehen, auf daß ich euch etwas geistliche Gnadengabe mitteile, um euch zu befestigen, 12das ist aber, mit ⟨euch⟩ getröstet zu werden in eurer Mitte, ein jeder durch den Glauben, ⟨der⟩ in dem anderen ⟨ist⟩ , sowohl euren als meinen. 13Ich will aber nicht, daß euch unbekannt sei, Brüder, daß ich mir oft vorgesetzt habe, zu euch zu kommen, (und bis jetzt verhindert worden bin,) auf daß ich auch unter euch einige Frucht haben möchte, gleichwie auch unter den übrigen Nationen. 14Sowohl Griechen als Barbaren*, sowohl Weisen als Unverständigen bin ich ein Schuldner. 15Ebenso* bin ich, soviel an mir ist, bereitwillig, auch euch, die ihr in Rom seid, das Evangelium zu verkündigen.
16Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen. 17Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin geoffenbart aus Glauben* zu Glauben, wie geschrieben steht: „Der Gerechte aber wird aus Glauben leben“.*
18Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit in Ungerechtigkeit besitzen*; 19weil das von Gott Erkennbare unter* ihnen offenbar ist, denn Gott hat es ihnen geoffenbart, – 20denn das Unsichtbare von ihm, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, die von Erschaffung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen* werden, wird geschaut, – damit sie ohne Entschuldigung seien; 21weil sie, Gott kennend*, ihn weder als Gott verherrlichten, noch ⟨ihm⟩ Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen, und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde: 22indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden 23und haben die Herrlichkeit des unverweslichen Gottes verwandelt in das Gleichnis eines Bildes von einem verweslichen Menschen und von Vögeln und von vierfüßigen und kriechenden Tieren. 24Darum hat Gott sie [auch] dahingegeben in den Gelüsten ihrer Herzen in Unreinigkeit, ihre Leiber untereinander zu schänden; 25welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf mehr Verehrung und Dienst* dargebracht haben als dem Schöpfer, welcher gepriesen ist in Ewigkeit. Amen. 26Deswegen hat Gott sie dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn sowohl ihre Weiber* haben den natürlichen Gebrauch in den unnatürlichen verwandelt, 27als auch gleicherweise die Männer*, den natürlichen Gebrauch des Weibes verlassend, in ihrer Wollust zueinander entbrannt sind, indem sie Männer mit Männern Schande trieben und den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfingen. 28Und gleichwie sie es nicht für gut fanden, Gott in Erkenntnis zu haben, hat Gott sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn, zu tun was sich nicht geziemt; 29erfüllt mit aller Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht*, Schlechtigkeit; voll von Neid, Mord, Streit, List, Tücke; 30Ohrenbläser, Verleumder, Gottverhaßte, Gewalttäter, Hochmütige, Prahler, Erfinder böser Dinge, Eltern Ungehorsame, 31Unverständige, Treulose, ohne natürliche Liebe, Unbarmherzige; 32die, wiewohl sie Gottes gerechtes Urteil* erkennen, daß, die solches tun, des Todes würdig sind, es nicht allein ausüben, sondern auch Wohlgefallen an denen haben, die es tun.
1Deshalb bist du nicht zu entschuldigen, o Mensch, jeder, der da richtet; denn worin du den anderen richtest, verdammst du dich selbst; denn du, der du richtest, tust dasselbe. 2Wir wissen aber, daß das Gericht Gottes nach ⟨der⟩ Wahrheit ist über die, welche solches tun. 3Denkst du aber dies, o Mensch, der du die richtest, die solches tun, und verübst dasselbe, daß du dem Gericht Gottes entfliehen werdest? 4Oder verachtest du den Reichtum seiner Gütigkeit und Geduld und Langmut, nicht wissend, daß die Güte Gottes dich zur Buße leitet? 5Nach deiner Störrigkeit und deinem unbußfertigen Herzen aber häufst du dir selbst Zorn auf am Tage des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichts Gottes, 6welcher einem jeden vergelten wird nach seinen Werken: 7denen, die mit Ausharren in gutem Werke Herrlichkeit und Ehre und Unverweslichkeit suchen, ewiges Leben; 8denen aber, die streitsüchtig und der Wahrheit ungehorsam sind, der Ungerechtigkeit aber gehorsam, Zorn und Grimm. 9Drangsal und Angst über jede Seele eines Menschen, der das Böse vollbringt, sowohl des Juden zuerst als auch des Griechen; 10Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden jedem, der das Gute wirkt, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen; 11denn es ist kein Ansehen der Person bei Gott. 12Denn so viele ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz verloren gehen; und so viele unter Gesetz gesündigt haben, werden durch Gesetz gerichtet werden, 13(denn nicht die Hörer des Gesetzes ⟨sind⟩ gerecht vor Gott, sondern die Täter des Gesetzes werden gerechtfertigt werden. 14Denn wenn Nationen, die kein Gesetz haben, von Natur die Dinge des Gesetzes ausüben, so sind diese, die kein Gesetz haben, sich selbst ein Gesetz, 15welche das Werk des Gesetzes geschrieben zeigen in ihren Herzen, indem ihr Gewissen mitzeugt und ihre Gedanken sich untereinander anklagen oder auch entschuldigen;) 16an dem Tage, da Gott das Verborgene der Menschen richten wird, nach meinem Evangelium, durch Jesum Christum.
17Wenn du aber ein Jude genannt wirst und dich auf das Gesetz stützest* und dich Gottes rühmst, 18und den Willen kennst und das Vorzüglichere unterscheidest*, indem du aus dem Gesetz unterrichtet bist, 19und getraust dir, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, ⟨die⟩ in Finsternis ⟨sind⟩ , 20ein Erzieher der Törichten, ein Lehrer der Unmündigen, der die Form der Erkenntnis und der Wahrheit im Gesetz hat: – 21der du nun einen anderen lehrst, du lehrst dich selbst nicht? der du predigst, man solle nicht stehlen, du stiehlst? 22der du sagst, man solle nicht ehebrechen, du begehst Ehebruch? der du die Götzenbilder für Greuel hältst, du begehst Tempelraub? 23der du dich ⟨des⟩ Gesetzes rühmst, du verunehrst Gott durch die Übertretung des Gesetzes? 24Denn der Name Gottes wird eurethalben gelästert unter den Nationen, wie geschrieben steht.* 25Denn Beschneidung ist wohl nütze, wenn du ⟨das⟩ Gesetz tust; wenn du aber ein Gesetzes-Übertreter bist, so ist deine Beschneidung Vorhaut geworden. 26Wenn nun die Vorhaut die Rechte des Gesetzes beobachtet, wird nicht seine Vorhaut für Beschneidung gerechnet werden, 27und die Vorhaut von Natur, die das Gesetz erfüllt, dich richten, der du mit Buchstaben und Beschneidung ein Gesetzes-Übertreter bist? 28Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich* ist, noch die äußerliche* ⟨Beschneidung⟩ im Fleische Beschneidung; 29sondern der ist ein Jude, der es innerlich* ist, und Beschneidung ⟨ist die⟩ des Herzens, im Geiste, nicht im Buchstaben; dessen Lob nicht von Menschen, sondern von Gott ist.
1Was ist nun der Vorteil des Juden? oder was der Nutzen der Beschneidung? 2Viel, in jeder Hinsicht. Denn zuerst sind ihnen die Aussprüche Gottes anvertraut worden. 3Was denn? wenn etliche nicht geglaubt haben, wird etwa ihr Unglaube* Gottes Treue aufheben? 4Das sei ferne! Gott aber sei wahrhaftig, jeder Mensch aber Lügner, wie geschrieben steht: „Damit du gerechtfertigt werdest in deinen Worten, und überwindest, wenn du gerichtet wirst“.* 5Wenn aber unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit erweist, was wollen wir sagen? Ist Gott etwa ungerecht, der Zorn auferlegt? (Ich rede nach Menschen ⟨weise.⟩ ) 6Das sei ferne! Wie könnte* sonst Gott die Welt richten? 7Denn wenn die Wahrheit Gottes durch meine Lüge überströmender geworden ist zu seiner Herrlichkeit, warum werde ich auch noch als Sünder gerichtet? 8und ⟨warum⟩ nicht, wie wir gelästert werden, und wie etliche sagen, daß wir sprechen: Laßt uns das Böse tun, damit das Gute komme? – deren Gericht gerecht ist.
9Was nun? Haben wir einen Vorzug?* Durchaus nicht; denn wir haben sowohl Juden als Griechen zuvor beschuldigt, daß sie alle unter ⟨der⟩ Sünde seien, 10wie geschrieben steht: „Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; 11da ist keiner, der verständig sei; da ist keiner, der Gott suche. 12Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tue*, da ist auch nicht einer.“* 13„Ihr Schlund ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen handelten sie trüglich.“* „Otterngift ist unter ihren Lippen.“* 14„Ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit.“* 15„Ihre Füße sind schnell, Blut zu vergießen; 16Verwüstung und Elend ist auf ihren Wegen, 17und den Weg des Friedens haben sie nicht erkannt.“* 18„Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen.“* 19Wir wissen aber, daß alles, was das Gesetz sagt, es denen sagt, ⟨die⟩ unter dem Gesetz ⟨sind⟩ , auf daß jeder Mund verstopft werde und die ganze Welt dem Gericht Gottes verfallen sei. 20Darum, aus* Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden; denn durch Gesetz ⟨kommt⟩ Erkenntnis der Sünde.
21Jetzt aber ist, ohne* Gesetz, Gottes Gerechtigkeit geoffenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten: 22Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesum Christum* gegen alle, und auf alle, die da glauben. Denn es ist kein Unterschied, 23denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die* Herrlichkeit Gottes, 24und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christo Jesu ist; 25welchen Gott dargestellt hat zu einem* Gnadenstuhl durch ⟨den⟩ Glauben an sein Blut, zur Erweisung seiner Gerechtigkeit wegen* des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden unter der Nachsicht Gottes; 26zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, daß er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesum* ist.
27Wo ist denn der Ruhm? Er ist ausgeschlossen worden. Durch was für ein Gesetz? der Werke? Nein, sondern durch ⟨das⟩ Gesetz des Glaubens. 28Denn wir urteilen, daß ein Mensch durch Glauben gerechtfertigt wird, ohne* Gesetzeswerke. 29Oder ist ⟨Gott⟩ der Gott der Juden allein? nicht auch der Nationen? Ja, auch der Nationen, 30sintemal es ein einiger Gott ist, der die Beschneidung aus Glauben* und die Vorhaut durch Glauben rechtfertigen wird. 31Heben wir denn ⟨das⟩ Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! sondern wir bestätigen ⟨das⟩ Gesetz.
1Was wollen wir denn sagen, daß Abraham, unser Vater, nach dem Fleische gefunden habe? 2Denn wenn Abraham aus Werken* gerechtfertigt worden ist, so hat er etwas zum rühmen, aber nicht vor Gott. 3Denn was sagt die Schrift? „Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.“* 4Dem aber, der wirkt, wird der Lohn nicht nach Gnade zugerechnet, sondern nach Schuldigkeit. 5Dem aber, der nicht wirkt, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, wird sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet. 6Gleichwie auch David die Glückseligkeit* des Menschen ausspricht, welchem Gott Gerechtigkeit ohne Werke zurechnet: 7„Glückselig ⟨die⟩ , deren Gesetzlosigkeiten vergeben, und deren Sünden bedeckt sind! 8Glückselig der Mann, dem ⟨der⟩ Herr Sünde nicht* zurechnet!“*
9Diese Glückseligkeit nun, ⟨ruht sie⟩ auf der Beschneidung, oder auch auf der Vorhaut? denn wir sagen, daß der Glaube dem Abraham zur Gerechtigkeit gerechnet worden ist. 10Wie wurde er ⟨ihm⟩ denn zugerechnet? als er in der Beschneidung oder in der Vorhaut war? Nicht in der Beschneidung, sondern in der Vorhaut. 11Und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er in der Vorhaut hatte, damit er Vater aller wäre, die in der Vorhaut glauben, damit [auch] ihnen die Gerechtigkeit zugerechnet würde; 12und Vater der Beschneidung, nicht allein derer, die aus der Beschneidung sind, sondern auch derer, die in den Fußstapfen des Glaubens wandeln, den unser Vater Abraham in der Vorhaut hatte.
13Denn nicht durch Gesetz ⟨ward⟩ dem Abraham oder seinem Samen die Verheißung, daß er der Welt Erbe sein sollte, sondern durch Glaubensgerechtigkeit. 14Denn wenn die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube zunichte gemacht und die Verheißung aufgehoben. 15Denn das Gesetz bewirkt Zorn; aber wo kein Gesetz ist, da ist auch keine Übertretung. 16Darum ist es aus Glauben*, auf daß es nach Gnade sei, damit die Verheißung dem ganzen Samen fest sei, nicht allein dem vom Gesetz, sondern auch dem vom Glauben Abrahams, welcher unser aller Vater ist, 17(wie geschrieben steht: „Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt“,*) vor dem Gott, welchem er glaubte, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre; 18der wider Hoffnung auf Hoffnung geglaubt hat, auf daß er ein Vater vieler Nationen würde, nach dem was gesagt ist: „Also soll dein Same sein“.* 19Und nicht schwach im Glauben, sah er nicht seinen eigenen, schon erstorbenen Leib an, da er fast hundert Jahre alt war, und das Absterben des Mutterleibes der Sarah, 20und zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde gestärkt im Glauben, Gott die Ehre gebend, 21und war der vollen Gewißheit, daß er, was er verheißen habe, auch zu tun vermöge. 22Darum ist es ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet worden. 23Es ist aber nicht allein seinetwegen geschrieben, daß es ihm zugerechnet worden, 24sondern auch unsertwegen, denen es zugerechnet werden soll, die wir an den glauben, der Jesum, unseren Herrn, aus ⟨den⟩ Toten auferweckt hat, 25welcher unserer Übertretungen wegen dahingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt worden ist.
1Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott* durch unseren Herrn Jesum Christum, 2durch welchen wir mittelst des Glaubens auch Zugang haben* zu dieser Gnade*, in welcher wir stehen, und rühmen uns in ⟨der⟩ * Hoffnung der Herrlichkeit Gottes.
3Nicht allein aber ⟨das⟩ , sondern wir rühmen uns auch der* Trübsale*, da wir wissen, daß die Trübsal* Ausharren bewirkt, 4das Ausharren aber Erfahrung*, die Erfahrung* aber Hoffnung; 5die Hoffnung aber beschämt nicht, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch ⟨den⟩ Heiligen Geist, welcher uns gegeben worden ist. 6Denn Christus ist, da wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. 7Denn kaum wird jemand für einen Gerechten sterben; denn für den Gütigen möchte vielleicht jemand zu sterben wagen. 8Gott aber erweist seine Liebe gegen uns ⟨darin⟩ , daß Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist. 9Vielmehr nun, da wir jetzt durch sein Blut* gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn gerettet werden vom Zorn. 10Denn wenn wir, da wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, vielmehr werden wir, da wir versöhnt sind, durch sein Leben* gerettet werden.
11Nicht allein aber ⟨das⟩ , sondern wir rühmen uns auch Gottes* durch unseren Herrn Jesum Christum, durch welchen wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.
12Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen, und durch die Sünde der Tod, und also der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil* sie alle gesündigt haben; 13(denn bis zu dem Gesetz war Sünde in der Welt; Sünde aber wird nicht zugerechnet, wenn kein Gesetz ist. 14Aber der Tod herrschte von Adam bis auf Moses, selbst über die, welche nicht gesündigt hatten in der Gleichheit der Übertretung Adams*, der ein Vorbild des Zukünftigen ist. 15 ⟨Ist⟩ nicht aber* wie die Übertretung also auch die Gnadengabe? Denn wenn durch des Einen Übertretung die Vielen gestorben sind, so ist vielmehr die Gnade Gottes und die Gabe in Gnade, die durch einen Menschen, Jesum Christum, ist, gegen die Vielen überströmend geworden. 16Und ⟨ist⟩ nicht* wie durch Einen, der gesündigt hat, ⟨so auch⟩ die Gabe? Denn das Urteil* ⟨war⟩ von einem* zur Verdammnis, die Gnadengabe aber von vielen Übertretungen zur Gerechtigkeit*. 17Denn wenn durch die Übertretung des Einen der Tod durch den Einen geherrscht hat, so werden vielmehr die, welche die Überschwenglichkeit der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den Einen, Jesum Christum:) 18also nun, wie ⟨es⟩ durch eine Übertretung gegen alle Menschen zur Verdammnis ⟨gereichte⟩ , so auch durch eine Gerechtigkeit gegen alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens. 19Denn gleichwie durch des einen Menschen Ungehorsam die Vielen in die Stellung von Sündern gesetzt worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen in die Stellung von Gerechten gesetzt werden. 20 ⟨Das⟩ Gesetz aber kam daneben ein, auf daß die Übertretung überströmend würde. Wo aber die Sünde überströmend geworden, ist die Gnade noch überschwenglicher geworden, 21auf daß, gleichwie die Sünde geherrscht hat im Tode*, also auch die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesum Christum, unseren Herrn.
1Was sollen wir nun sagen? Sollten wir in der Sünde verharren, auf daß die Gnade überströme? 2Das sei ferne! Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollen wir noch in derselben leben? 3oder wisset ihr nicht, daß wir, so viele auf Christum Jesum getauft worden, auf seinen Tod getauft worden sind? 4So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe auf den Tod, auf daß, gleichwie Christus aus ⟨den⟩ Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, also auch wir in Neuheit des Lebens wandeln. 5Denn wenn wir mit ⟨ihm⟩ einsgemacht worden* sind in der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch in ⟨der⟩ seiner* Auferstehung sein, 6indem wir dieses wissen*, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, auf daß der Leib der Sünde abgetan sei, daß wir der Sünde nicht mehr dienen*. 7Denn wer gestorben ist, ist freigesprochen* von der Sünde. 8Wenn wir aber mit Christo gestorben sind, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, 9da wir wissen, daß Christus, aus ⟨den⟩ Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn. 10Denn was er gestorben ist, ist er ein für allemal der Sünde gestorben; was er aber lebt, lebt er Gott. 11Also auch ihr, haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend in Christo Jesu.
12So herrsche denn nicht die Sünde in eurem sterblichen Leibe, um seinen Lüsten zu gehorchen; 13stellet auch nicht eure Glieder der Sünde dar zu Werkzeugen der Ungerechtigkeit, sondern stellet euch selbst Gott dar* als Lebende aus ⟨den⟩ Toten, und eure Glieder Gott zu Werkzeugen der Gerechtigkeit. 14Denn ⟨die⟩ Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade.
15Was nun, sollten wir sündigen, weil wir nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade sind? Das sei ferne! 16Wisset ihr nicht, daß, wem ihr euch darstellet als Sklaven zum Gehorsam, ihr dessen Sklaven seid, dem ihr gehorchet? entweder der Sünde zum Tode, oder des Gehorsams zur Gerechtigkeit? 17Gott aber sei Dank, daß ihr Sklaven der Sünde waret, aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Bilde der Lehre, welchem ihr übergeben worden seid*! 18Freigemacht aber von der Sünde seid ihr Sklaven der Gerechtigkeit geworden. 19Ich rede menschlich, wegen der Schwachheit eures Fleisches. Denn gleichwie ihr eure Glieder dargestellt habt zur Sklaverei der Unreinigkeit und der Gesetzlosigkeit zur Gesetzlosigkeit, also stellet jetzt eure Glieder dar zur Sklaverei der Gerechtigkeit zur Heiligkeit*. 20Denn als ihr Sklaven der Sünde waret, da waret ihr Freie von der Gerechtigkeit*. 21Welche Frucht hattet ihr denn damals von den Dingen, deren ihr euch jetzt schämet? denn das Ende derselben ist der Tod. 22Jetzt aber, von der Sünde freigemacht und Gottes Sklaven geworden, habt ihr eure Frucht zur Heiligkeit, als das Ende aber ewiges Leben. 23Denn der Lohn der Sünde ist ⟨der⟩ Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christo Jesu, unserem Herrn.
1Oder wisset ihr nicht, Brüder, (denn ich rede zu denen, die Gesetz kennen,) daß das Gesetz über den Menschen herrscht, so lange er lebt? 2Denn das verheiratete Weib ist durchs Gesetz an den Mann gebunden, so lange er lebt; wenn aber der Mann gestorben ist, so ist sie losgemacht von dem Gesetz des Mannes. 3So wird sie denn, während der Mann lebt, eine Ehebrecherin geheißen, wenn sie eines anderen Mannes wird; wenn aber der Mann gestorben ist, ist sie frei von dem Gesetz, so daß sie nicht eine Ehebrecherin ist, wenn sie eines anderen Mannes wird. 4Also seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, um eines anderen zu werden, des aus ⟨den⟩ Toten Auferweckten, auf daß wir Gott Frucht brächten. 5Denn als wir im Fleische waren, wirkten die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz sind, in unseren Gliedern, um dem Tode Frucht zu bringen. 6Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht, da wir dem gestorben sind, in welchem wir festgehalten wurden, so daß wir dienen in dem Neuen des Geistes und nicht in dem Alten* des Buchstabens.
7Was sollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde hätte ich nicht erkannt, als nur durch Gesetz. Denn auch von der Lust hätte ich nichts gewußt, wenn nicht das Gesetz gesagt hätte: „Laß dich nicht gelüsten“. 8Die Sünde aber, durch das Gebot Anlaß nehmend, bewirkte jede Lust in mir; denn ohne Gesetz ist die Sünde tot. 9Ich aber lebte einst ohne Gesetz; als aber das Gebot kam, lebte die Sünde auf; 10ich aber starb. Und das Gebot, das zum Leben ⟨gegeben⟩ , dasselbe erwies sich mir zum Tode. 11Denn die Sünde, durch das Gebot Anlaß nehmend, täuschte mich und tötete mich durch dasselbe.
12So ist also das Gesetz heilig und das Gebot heilig und gerecht und gut. 13Gereichte nun das Gute mir zum Tode? Das sei ferne! sondern die Sünde, auf daß sie als Sünde erschiene, indem sie durch das Gute mir den Tod bewirkte, auf daß die Sünde überaus sündig würde durch das Gebot. 14Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist, ich aber bin fleischlich*, unter die Sünde verkauft; 15denn was ich vollbringe, erkenne ich nicht*: denn nicht was ich will, das tue ich, sondern was ich hasse, das übe ich aus. 16Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so stimme ich dem Gesetz bei, daß es recht* ist. 17Nun aber vollbringe nicht mehr ich dasselbe, sondern die in mir wohnende Sünde. 18Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, nichts Gutes wohnt*; denn das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen dessen, was recht ist, [finde ich] nicht. 19Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, dieses tue ich. 20Wenn ich aber dieses, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich dasselbe, sondern die in mir wohnende Sünde. 21Also finde ich das Gesetz für mich, der ich das Rechte ausüben will, daß das Böse bei mir vorhanden ist. 22Denn ich habe Wohlgefallen an dem Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen; 23aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich in Gefangenschaft bringt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. 24Ich elender Mensch! wer wird mich retten von* diesem Leibe des Todes? – 25Ich danke Gott durch Jesum Christum, unseren Herrn! Also nun diene ich selbst mit dem Sinne Gottes Gesetz, mit dem Fleische aber der Sünde Gesetz.
1Also ist jetzt keine* Verdammnis für die, ⟨welche⟩ in Christo Jesu ⟨sind⟩ . 2Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christo Jesu hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. 3Denn das dem Gesetz Unmögliche, weil es durch das Fleisch kraftlos war, ⟨tat⟩ Gott, ⟨indem er⟩ , seinen eigenen Sohn in Gleichgestalt* des Fleisches der Sünde* und für ⟨die⟩ Sünde sendend, die Sünde im Fleische verurteilte, 4auf daß das Recht* des Gesetzes erfüllt würde in uns, die nicht nach ⟨dem⟩ Fleische, sondern nach ⟨dem⟩ Geiste wandeln. 5Denn die, welche nach ⟨dem⟩ Fleische sind, sinnen auf das, was des Fleisches ist; die aber, welche nach ⟨dem⟩ Geiste sind, auf das, was des Geistes ist. 6Denn die Gesinnung des Fleisches ist ⟨der⟩ Tod, die Gesinnung des Geistes aber Leben und Frieden; 7weil die Gesinnung des Fleisches Feindschaft ist gegen Gott, denn sie ist dem Gesetz Gottes nicht untertan, denn sie vermag es auch nicht. 8Die aber, welche im Fleische sind, vermögen Gott nicht zu gefallen. 9Ihr aber seid nicht im Fleische, sondern im Geiste, wenn anders Gottes Geist in euch wohnt. Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein. 10Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot der Sünde wegen, der Geist aber Leben der Gerechtigkeit wegen. 11Wenn aber der Geist dessen, der Jesum aus ⟨den⟩ Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christum aus ⟨den⟩ Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen wegen seines in euch wohnenden Geistes.
12So denn, Brüder, sind wir Schuldner, nicht dem Fleische, um nach ⟨dem⟩ Fleische zu leben, 13denn wenn ihr nach ⟨dem⟩ Fleische lebet, so werdet* ihr sterben; wenn ihr aber durch ⟨den⟩ Geist die Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben. 14Denn so viele durch ⟨den⟩ Geist Gottes geleitet werden, diese sind Söhne Gottes. 15Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft* empfangen, wiederum zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in welchem wir rufen: Abba, Vater! 16Der Geist selbst zeugt mit unserem Geiste, daß wir Kinder Gottes sind. 17Wenn aber Kinder, so auch Erben – Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir anders mitleiden, auf daß wir auch mitverherrlicht werden.
18Denn ich halte dafür, daß die Leiden der Jetztzeit nicht wert sind, verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll*. 19Denn das sehnsüchtige* Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes. 20Denn die Schöpfung ist der Eitelkeit unterworfen worden, (nicht mit Willen, sondern um deswillen, der sie unterworfen hat,) auf Hoffnung, 21daß auch selbst die Schöpfung freigemacht werden wird von der Knechtschaft* des Verderbnisses* zu der Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. 22Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt. 23Nicht allein aber ⟨sie⟩ , sondern auch wir selbst, die wir die Erstlinge des Geistes haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst, erwartend die Sohnschaft: die Erlösung unseres Leibes. 24Denn in Hoffnung sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die gesehen wird, ist keine Hoffnung; denn was einer sieht, was hofft er es auch? 25Wenn wir aber das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir mit Ausharren. 26Desgleichen aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie sich’s gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich* ⟨für uns⟩ in unaussprechlichen Seufzern. 27Der aber die Herzen erforscht weiß, was der Sinn des Geistes ist, denn er verwendet sich für Heilige Gott gemäß. 28Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind. 29Denn welche er zuvor erkannt hat, die hat er auch zuvorbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig ⟨zu sein⟩ , damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. 30Welche er aber zuvorbestimmt hat, diese hat er auch berufen; und welche er berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt; welche er aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht.
31Was sollen wir nun hierzu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer wider uns? 32Er, der doch seines eigenen Sohnes nicht geschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat: wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken? 33Wer wird wider Gottes Auserwählte Anklage erheben? Gott ⟨ist es⟩ , welcher rechtfertigt; 34wer ⟨ist⟩ , der verdamme? Christus ⟨ist es⟩ , der gestorben, ja noch mehr, der [auch] auferweckt, der auch zur Rechten Gottes ist, der sich auch für uns verwendet. 35Wer wird uns scheiden von der Lieb Christi? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? 36Wie geschrieben steht: „Um deinetwillen werden wir getötet* den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir gerechnet worden“.* 37Aber in diesem allem sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat. 38Denn ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Gewalten, 39weder Höhe noch Tiefe, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermögen wird von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserem Herrn.
1Ich sage die Wahrheit in Christo, ich lüge nicht, indem mein Gewissen mit mir Zeugnis gibt in ⟨dem⟩ Heiligen Geiste, 2daß ich große Traurigkeit habe und unaufhörlichen Schmerz in meinem Herzen; 3denn ich selbst, ich habe gewünscht, durch einen Fluch von Christo entfernt zu sein für meine Brüder*, meine Verwandten nach dem Fleische; 4welche Israeliten sind, deren die Sohnschaft ist und die Herrlichkeit und die Bündnisse und die Gesetzgebung und der Dienst und die Verheißungen; 5deren die Väter sind, und aus welchen, dem Fleische nach, der Christus ist, welcher über alles ist, Gott,* gepriesen in Ewigkeit. Amen.
6Nicht aber als ob das Wort Gottes hinfällig geworden wäre; denn nicht alle, die aus Israel sind, diese sind Israel, 7auch nicht, weil sie Abrahams Same sind, sind alle Kinder; sondern „in Isaak wird dir ein Same genannt werden“*. 8Das ist: nicht die Kinder des Fleisches, diese sind Kinder Gottes, sondern die Kinder der Verheißung werden als Same gerechnet. 9Denn dieses Wort ist ein Verheißung ⟨swort⟩ : „Um diese Zeit will ich kommen, und Sarah wird einen Sohn haben“.* 10Nicht allein aber ⟨das⟩ , sondern auch Rebekka, als sie schwanger war von Einem, von Isaak, unserem Vater, 11selbst als ⟨die Kinder⟩ noch nicht geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten, (auf daß der Vorsatz Gottes nach Auswahl bestände, nicht aus Werken, sondern aus dem Berufenden,) 12wurde zu ihr gesagt: „Der Größere wird dem Kleineren dienen“;* 13wie geschrieben steht: „Den Jakob habe ich geliebt, aber den Esau habe ich gehaßt“.*
14Was sollen wir nun sagen? Ist etwa Ungerechtigkeit bei Gott? Das sei ferne! 15Denn er sagt zu Moses: „Ich werde begnadigen, wen ich begnadige, und werde mich erbarmen, wessen ich mich erbarme“.* 16Also ⟨liegt es⟩ nun nicht an dem Wollenden, noch an dem Laufenden, sondern an dem begnadigenden Gott. 17Denn die Schrift sagt zum Pharao: „Eben hierzu habe ich dich erweckt, damit ich meine Macht an dir erzeige, und damit mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde“.* 18So denn, wen er will, begnadigt er, und wen er will, verhärtet er.
19Du wirst nun zu mir sagen: Warum tadelt er noch? Denn wer hat seinem Willen widerstanden? 20Ja freilich, o Mensch, wer bist du, der du das Wort nimmst wider Gott? Wird etwa das Geformte zu dem Former sagen: Warum hast du mich also gemacht? 21Oder hat der Töpfer nicht Macht* über den Ton, aus derselben Masse* ein Gefäß zur Ehre und ein anderes zur Unehre zu machen? 22Wenn aber Gott, willens, seinen Zorn zu erzeigen und seine Macht kundzutun, mit vieler Langmut ertragen hat ⟨die⟩ Gefäße des Zornes, ⟨die⟩ zubereitet ⟨sind⟩ zum Verderben, – 23und auf daß er kundtäte den Reichtum seiner Herrlichkeit an ⟨den⟩ Gefäßen der Begnadigung*, die er zur Herrlichkeit zuvorbereitet hat . . .? 24uns, die er auch berufen hat, nicht allein aus ⟨den⟩ Juden, sondern auch aus ⟨den⟩ Nationen. 25Wie er auch in Hosea sagt: „Ich werde Nicht-mein-Volk mein Volk nennen, und die Nicht-Geliebte Geliebte“.* 26„Und es wird geschehen, an dem Orte, da zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, daselbst werden sie Söhne des lebendigen Gottes genannt werden.“* 27Jesaias aber ruft über Israel: „Wäre die Zahl der Söhne Israels wie der Sand des Meeres, ⟨nur⟩ der Überrest wird errettet werden. 28Denn er vollendet die Sache und [kürzt sie ab in Gerechtigkeit, denn] ⟨der⟩ Herr wird eine abgekürzte Sache tun auf Erden.“* 29Und wie Jesaias zuvorgesagt hat: „Wenn nicht ⟨der⟩ Herr Zebaoth* uns Samen übriggelassen hätte, so wären wir wie Sodom geworden und Gomorra gleich geworden“.*
30Was sollen wir nun sagen? Daß ⟨die von den⟩ Nationen, die nicht nach Gerechtigkeit strebten, Gerechtigkeit erlangt haben, eine Gerechtigkeit aber, die aus* Glauben ist; 31Israel aber, einem Gesetz der Gerechtigkeit nachstrebend, nicht zu ⟨diesem⟩ Gesetz gelangt ist. 32Warum? Weil ⟨es⟩ nicht aus* Glauben, sondern als aus* Werken ⟨geschah⟩ . Sie haben sich gestoßen an dem Stein des Anstoßes, 33wie geschrieben steht: „Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses, und wer an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden“.*
1Brüder! das Wohlgefallen meines Herzens und mein Flehen für sie zu Gott ist, daß sie errettet werden*. 2Denn ich gebe ihnen Zeugnis, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht nach Erkenntnis. 3Denn da sie Gottes Gerechtigkeit nicht erkannten und ihre eigene [Gerechtigkeit] aufzurichten trachteten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen. 4Denn Christus ist des Gesetzes Ende, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit. 5Denn Moses beschreibt die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz ist: „Der Mensch, der diese Dinge getan hat, wird durch sie leben“.* 6Die Gerechtigkeit aus Glauben aber sagt also: Sprich nicht in deinem Herzen: „Wer wird in den Himmel hinaufsteigen?“ das ist, um Christum herabzuführen; 7oder: „Wer wird in den Abgrund hinabsteigen?“ das ist, um Christum aus ⟨den⟩ Toten heraufzuführen; 8sondern was sagt sie? „Das Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen“;* das ist das Wort des Glaubens, welches wir predigen, 9daß, wenn du mit deinem Munde Jesum als Herrn* bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus ⟨den⟩ Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst. 10Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Munde wird bekannt zum Heil. 11Denn die Schrift sagt: „Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden“.* 12Denn es ist kein Unterschied* zwischen Jude und Grieche, denn derselbe Herr von allen ist reich für alle*, die ihn anrufen; 13„denn jeder, der irgend den Namen ⟨des⟩ Herrn anrufen wird, wird errettet werden“.*
14Wie werden sie nun den anrufen, an welchen sie nicht geglaubt haben? wie aber werden sie an den glauben, von welchem sie nicht gehört haben? Wie aber werden sie hören ohne einen Prediger? 15Wie aber werden sie predigen, wenn sie nicht gesandt sind? Wie geschrieben steht: „Wie lieblich sind die Füße derer, welche das Evangelium des Friedens verkündigen, welche das Evangelium des Guten verkündigen!“* 16Aber nicht alle haben dem Evangelium gehorcht. Denn Jesaias sagt: „Herr, wer hat unserer Verkündigung* geglaubt?“* 17Also ist der Glaube aus ⟨der⟩ Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes* Wort. 18Aber ich sage: Haben sie etwa nicht gehört? Ja freilich. „Ihr Schall ist ausgegangen zu der ganzen Erde, und ihre Reden zu den Grenzen des Erdkreises.“* 19Aber ich sage: Hat Israel es etwa nicht erkannt? Zuerst spricht Moses: „Ich will euch zur Eifersucht reizen über ein Nicht-Volk, über eine unverständige Nation will ich euch erbittern“.* 20Jesaias aber erkühnt sich und spricht: „Ich bin gefunden worden von denen, die mich nicht suchten, ich bin offenbar geworden denen, die nicht nach mir fragten“.* 21Von* Israel aber sagt er: „Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt zu einem ungehorsamen* und widersprechenden Volke“.*
1Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, ⟨vom⟩ Stamme Benjamin. 2Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvor erkannt hat. Oder wisset ihr nicht, was die Schrift in ⟨der Geschichte des⟩ Elias sagt? wie er vor Gott auftritt wider Israel: 3„Herr, sie haben deine Propheten getötet, deine Altäre niedergerissen, und ich allein bin übriggeblieben, und sie trachten nach meinem Leben“.* 4Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? „Ich habe mir übrigbleiben lassen siebentausend Mann, welche dem* Baal das Knie nicht gebeugt haben“.* 5Also ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest nach Wahl der Gnade. 6Wenn aber durch Gnade, so nicht mehr aus Werken; sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade. 7Was nun? Was Israel sucht*, das hat es nicht erlangt; aber die Auswahl hat es erlangt, die übrigen aber sind verstockt* worden, 8wie geschrieben steht: „Gott hat ihnen einen Geist der Schlafsucht gegeben, Augen, um nicht zu sehen, und Ohren, um nicht zu hören, bis auf den heutigen Tag“.* 9Und David sagt: „Es werde ihr Tisch ihnen zur Schlinge und zum Fallstrick und zum Anstoß und zur Vergeltung! 10Verfinstert seien ihre Augen, um nicht zu sehen, und ihren Rücken beuge allezeit!“*
11Ich sage nun: Haben sie etwa gestrauchelt, auf daß sie fallen sollten? Das sei ferne! sondern durch ihren Fall* ⟨ist⟩ den Nationen das Heil ⟨geworden⟩ , um sie zur Eifersucht zu reizen. 12Wenn aber ihr Fall* der Reichtum der Welt ist, und ihr Verlust* der Reichtum der Nationen, wieviel mehr ihre Vollzahl*! 13Denn ich sage euch, den Nationen: Insofern ich nun der Nationen Apostel bin, ehre ich* meinen Dienst, 14ob ich auf irgend eine Weise ⟨sie, die⟩ mein Fleisch ⟨sind⟩ , zur Eifersucht reizen und etliche aus ihnen erretten möge. 15Denn wenn ihre Verstoßung die Versöhnung der Welt ist, was ⟨wird⟩ die Annahme anders ⟨sein⟩ , als Leben aus ⟨den⟩ Toten?
16Wenn aber der Erstling heilig ist, so auch die Masse*; und wenn die Wurzel heilig ist, so auch die Zweige. 17Wenn aber einige der Zweige ausgebrochen worden sind, und du, der du ein wilder Ölbaum warst, unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaumes mitteilhaftig geworden bist, 18so rühme dich nicht wider die Zweige. Wenn du dich aber wider ⟨sie⟩ rühmst – du trägst nicht die Wurzel, sondern die Wurzel dich. 19Du wirst nun sagen: Die Zweige sind ausgebrochen worden, auf daß ich eingepfropft würde. 20Recht; sie sind ausgebrochen worden durch den Unglauben; du aber stehst durch den Glauben. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich; 21denn wenn Gott der natürlichen Zweige nicht geschont hat, daß er auch deiner etwa nicht schonen werde.
22Siehe nun die Güte und die Strenge Gottes: gegen die, welche gefallen sind, Strenge; gegen dich aber Güte Gottes, wenn du an der Güte bleibst; sonst wirst auch du ausgeschnitten werden. 23Und auch jene, wenn sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wiederum einzupfropfen. 24Denn wenn du aus dem von Natur wilden Ölbaum ausgeschnitten und wider die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, wieviel mehr werden diese, die natürlichen ⟨Zweige⟩ , in ihren eigenen Ölbaum eingepfropft werden! 25Denn ich will nicht, Brüder, daß euch dieses Geheimnis unbekannt sei, auf daß ihr nicht euch selbst klug dünket: daß Verstockung* Israel zum Teil widerfahren ist, bis daß die Vollzahl* der Nationen eingegangen sein wird; 26und also wird ganz Israel errettet werden, wie geschrieben steht: „Es wird aus Zion der Erretter kommen, er wird die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden; 27und dies ist für sie der Bund von mir, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde“.* 28Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde, um euretwillen, hinsichtlich der Auswahl aber Geliebte, um der Väter willen. 29Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar. 30Denn gleichwie [auch] ihr einst Gott nicht geglaubt* habt, jetzt aber unter die Begnadigung gekommen seid durch den Unglauben* dieser, 31also haben auch jetzt diese an eure Begnadigung nicht geglaubt*, auf daß auch sie unter die Begnadigung kommen. 32Denn Gott hat alle zusammen in den Unglauben* eingeschlossen, auf daß er alle begnadige. 33O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch* der Erkenntnis Gottes! Wie unausforschlich sind seine Gerichte, und unausspürbar seine Wege! 34Denn wer hat ⟨des⟩ Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Mitberater gewesen?* 35Oder wer hat ihm zuvorgegeben, und es wird ihm vergolten werden?* 36Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.
1Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Schlachtopfer, ⟨welches⟩ euer vernünftiger Dienst* ⟨ist⟩ . 2Und seid nicht gleichförmig dieser Welt*, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung [eures] Sinnes, daß ihr prüfen möget, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist. 3Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben worden, jedem, der unter euch ist, nicht höher ⟨von sich⟩ zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern so zu denken, daß er besonnen sei, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat. 4Denn gleichwie wir in einem Leibe viele Glieder haben, aber die Glieder nicht alle dieselbe Verrichtung* haben, 5also sind wir, die Vielen, ein Leib in Christo, einzeln aber Glieder voneinander. 6Da wir aber verschiedene Gnadengaben haben, nach der uns verliehenen Gnade: es sei Weissagung, ⟨so laßt uns weissagen⟩ nach dem Maße des Glaubens; 7es sei Dienst, ⟨so laßt uns bleiben⟩ im Dienst; es sei der da lehrt, in der Lehre; 8es sei der da ermahnt, in der Ermahnung; der da mitteilt, in Einfalt*; der da vorsteht, mit Fleiß; der da Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit.
9Die Liebe ⟨sei⟩ ungeheuchelt. Verabscheuet das Böse, haltet fest am Guten. 10In der Bruderliebe ⟨seid⟩ herzlich gegeneinander, in Ehrerbietung einer dem anderen vorangehend; 11im Fleiße* nicht säumig, inbrünstig im Geist; dem Herrn dienend. 12In Hoffnung freuet euch; in Trübsal* harret aus; im Gebet haltet an; 13an den Bedürfnissen der Heiligen nehmet teil; nach Gastfreundschaft trachtet. 14Segnet die euch verfolgen; segnet, und fluchet nicht. 15Freuet euch mit ⟨den⟩ sich Freuenden, weinet mit ⟨den⟩ Weinenden. 16Seid gleichgesinnt gegeneinander; sinnet nicht auf hohe Dinge, sondern haltet euch zu den niedrigen*; seid nicht weise bei euch selbst. 17Vergeltet niemandem Böses mit Bösem; seid vorsorglich für das, was ehrbar ist vor allen Menschen. 18Wenn möglich, so viel an euch ist, lebet mit allen Menschen in Frieden. 19Rächet nie euch selbst, Geliebte, sondern gebet Raum dem Zorn; denn es steht geschrieben: „Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht ⟨der⟩ Herr“.* 20„Wenn nun deinen Feind hungert, so speise ihn; wenn ihn dürstet, so tränke ihn; denn wenn du dieses tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.“* 21Laß dich nicht von dem Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten.
1Jede Seele unterwerfe sich den obrigkeitlichen Gewalten; denn es ist keine Obrigkeit*, außer von Gott, und diese, welche sind, sind von Gott verordnet. 2Wer sich daher der Obrigkeit widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes; die aber widerstehen, werden ein Urteil* über sich bringen*. 3Denn die Regenten sind nicht ein Schrecken für das gute Werk, sondern für das böse. Willst du dich aber vor der Obrigkeit nicht fürchten? so übe das Gute, und du wirst Lob von ihr haben; 4denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber das Böse übst, so fürchte dich, denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe* für den, der Böses tut. 5Darum ist es notwendig, untertan zu sein, nicht allein der Strafe* wegen, sondern auch des Gewissens wegen. 6Denn dieserhalb entrichtet ihr auch Steuern; denn sie sind Gottes Beamte, die eben hierzu fortwährend beschäftigt sind. 7Gebet allen was ihnen gebührt: die Steuer, dem die Steuer, den Zoll, dem der Zoll, die Furcht, dem die Furcht, die Ehre, dem die Ehre ⟨gebührt⟩ . 8Seid niemandem irgend etwas schuldig, als nur einander zu lieben; denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. 9Denn das: „Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; laß dich nicht gelüsten“, und wenn ⟨es⟩ ein anderes Gebot ⟨gibt⟩ , ist in diesem Worte zusammengefaßt: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“.* 10Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe die Summe* des Gesetzes.
11Und dieses ⟨noch⟩ , da wir die Zeit erkennen, daß die Stunde schon da ist, daß wir aus dem Schlaf aufwachen sollen; denn jetzt ist unsere Errettung* näher, als da wir geglaubt haben: 12Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe*. Laßt uns nun die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anziehen. 13Laßt uns anständig wandeln, wie am Tage; nicht in Schwelgereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid*; 14sondern ziehet den Herrn Jesum Christum an, und treibet nicht Vorsorge für das Fleisch zur Erfüllung seiner Lüste*.
1Den Schwachen im Glauben aber nehmet auf, ⟨doch⟩ nicht zur Entscheidung zweifelhafter Fragen*. 2Einer glaubt, er dürfe alles essen; der Schwache aber ißt Gemüse. 3Wer ißt, verachte den nicht, der nicht ißt; und wer nicht ißt, richte den nicht, der ißt; denn Gott hat ihn aufgenommen. 4Wer bist du, der du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. Er wird aber aufrecht gehalten werden, denn der Herr vermag ihn aufrecht zu halten. 5Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag ⟨gleich⟩ . Ein jeder aber sei in seinem eigenen Sinne völlig überzeugt. 6Wer den Tag achtet, achtet ihn ⟨dem⟩ Herrn. Und wer ißt, ißt ⟨dem⟩ Herrn, denn er danksagt Gott; und wer nicht ißt, ißt ⟨dem⟩ Herrn nicht und danksagt Gott. 7Denn keiner von uns lebt sich selbst, und keiner stirbt sich selbst. 8Denn sei es daß wir leben, wir leben dem Herrn; sei es daß wir sterben, wir sterben dem Herrn. Sei es nun daß wir leben, sei es daß wir sterben, wir sind des Herrn. 9Denn hierzu ist Christus gestorben und ⟨wieder⟩ lebendig geworden, auf daß er herrsche sowohl über Tote als über Lebendige. 10Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder? Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden. 11Denn es steht geschrieben: „ ⟨So wahr⟩ ich lebe, spricht ⟨der⟩ Herr, mir soll sich jedes Knie beugen, und jede Zunge soll Gott bekennen“.* 12Also wird nun ein jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben. 13Laßt uns nun nicht mehr einander richten, sondern richtet vielmehr dieses: dem Bruder nicht einen Anstoß oder ein Ärgernis zu geben. 14Ich weiß und bin überzeugt in ⟨dem⟩ Herrn Jesu, daß nichts an sich selbst gemein* ist; nur dem, der etwas für gemein achtet, dem ist es gemein. 15Denn wenn dein Bruder wegen einer Speise betrübt wird, so wandelst du nicht mehr nach der Liebe. Verdirb nicht mit deiner Speise den, für welchen Christus gestorben ist. 16Laßt nun euer Gut nicht verlästert werden. 17Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geiste. 18Denn wer in diesem dem Christus dient, ist Gott wohlgefällig und den Menschen bewährt.
19Also laßt uns nun dem nachstreben, was des Friedens ist, und dem, was zur gegenseitigen Erbauung dient. 20Zerstöre nicht einer Speise wegen das Werk Gottes. Alles zwar ist rein, aber es ist böse für den Menschen, der mit Anstoß isset. 21Es ist gut, kein Fleisch zu essen, noch Wein zu trinken, noch etwas ⟨zu tun⟩ , worin dein Bruder sich stößt oder sich ärgert oder schwach ist. 22Hast du Glauben? habe ihn für dich selbst vor Gott. Glückselig, wer sich selbst nicht richtet in dem, was er gutheißt! 23Wer aber zweifelt, wenn er isset, ist verurteilt, weil ⟨er es⟩ nicht aus Glauben ⟨tut⟩ . Alles aber, was nicht aus Glauben ist, ist Sünde.
1Wir aber, die Starken, sind schuldig, die Schwachheiten der Schwachen zu tragen und nicht uns selbst zu gefallen. 2Ein jeder von uns gefalle dem Nächsten zum Guten, zur Erbauung. 3Denn auch der Christus hat nicht sich selbst gefallen, sondern wie geschrieben steht: „Die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen“.* 4Denn alles was zuvor geschrieben ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, auf daß wir durch das Ausharren und durch die Ermunterung* der Schriften die Hoffnung haben. 5Der Gott des Ausharrens und der Ermunterung* aber gebe euch, gleichgesinnt zu sein untereinander, Christo Jesu gemäß, 6auf daß ihr einmütig mit einem Munde den Gott und Vater unseres Herrn Jesu Christi verherrlichet. 7Deshalb nehmet einander auf, gleichwie auch der Christus euch aufgenommen hat, zu Gottes Herrlichkeit.
8Denn ich sage, daß [Jesus] Christus ein Diener der Beschneidung geworden ist um der Wahrheit Gottes willen, um die Verheißungen der Väter zu bestätigen; 9auf daß die Nationen aber Gott verherrlichen möchten um der Begnadigung willen, wie geschrieben steht: „Darum werde ich dich bekennen unter den Nationen und deinem Namen lobsingen“.* 10Und wiederum sagt er: „Seid fröhlich, ihr Nationen, mit seinem Volke!“* 11Und wiederum: „Lobet den Herrn, alle Nationen, und alle Völker sollen ihn preisen!“* 12Und wiederum sagt Jesaias: „Es wird sein die Wurzel Jesses und der da aufsteht, über die Nationen zu herrschen – auf den werden die Nationen hoffen“.* 13Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und ⟨allem⟩ Frieden im Glauben, damit ihr überreich seiet* in der Hoffnung durch die Kraft ⟨des⟩ Heiligen Geistes.
14Ich bin aber, meine Brüder, auch selbst betreffs euer überzeugt, daß auch ihr selbst voll Gütigkeit seid, erfüllt mit aller Erkenntnis ⟨und⟩ fähig, auch einander zu ermahnen. 15Ich habe aber zum Teil euch freimütiger geschrieben, [Brüder,] um euch zu erinnern*, wegen der Gnade, die mir von Gott gegeben ist, 16um ein Diener* Christi Jesu zu sein für die Nationen, priesterlich dienend an dem Evangelium Gottes, auf daß das Opfer der Nationen angenehm werde, geheiligt durch ⟨den⟩ Heiligen Geist. 17Ich habe also etwas zum rühmen in Christo Jesu in den Dingen, die Gott angehen. 18Denn ich werde nicht wagen, etwas von dem zu reden, was Christus nicht durch mich gewirkt hat zum Gehorsam der Nationen durch Wort und Werk, 19in der Kraft der Zeichen und Wunder, in der Kraft ⟨des⟩ Geistes [Gottes], so daß ich von Jerusalem an und ringsumher bis nach Illyrikum das Evangelium des Christus völlig verkündigt* habe, 20und mich also beeifere, das Evangelium zu predigen, nicht da, wo Christus genannt worden ist, auf daß ich nicht auf eines anderen Grund baue; 21sondern wie geschrieben steht: „Denen nicht von ihm verkündigt wurde, die sollen sehen, und die nicht gehört haben, sollen verstehen“.* 22Deshalb bin ich auch oftmals verhindert worden, zu euch zu kommen. 23Nun aber, da ich nicht mehr Raum habe in diesen Gegenden und großes Verlangen, zu euch zu kommen, seit vielen Jahren, 24falls ich nach Spanien reise . . .; denn ich hoffe auf der Durchreise euch zu sehen und von euch dorthin geleitet zu werden, wenn ich euch zuvor etwas genossen* habe. 25Jetzt aber reise ich nach Jerusalem im Dienste für die Heiligen. 26Denn es hat Macedonien und Achaja wohlgefallen, eine gewisse Beisteuer zu leisten für die Dürftigen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind. 27Es hat ihnen nämlich wohlgefallen, auch sind sie ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen ihrer geistlichen ⟨Güter⟩ teilhaftig geworden sind, so sind sie schuldig, ihnen auch in den leiblichen* zu dienen. 28Wenn ich dies nun vollbracht und diese Frucht ihnen versiegelt habe, so will ich über* euch nach Spanien abreisen. 29Ich weiß aber, daß, wenn ich zu euch komme, ich in der Fülle des Segens Christi kommen werde. 30Ich bitte euch aber, Brüder, durch unseren Herrn Jesum Christum und durch die Liebe des Geistes, mit mir zu kämpfen in den Gebeten für mich zu Gott, 31auf daß ich von den Ungläubigen* in Judäa errettet werde, und [auf daß] mein Dienst für Jerusalem den Heiligen angenehm sei; 32auf daß ich durch den Willen Gottes mit Freuden zu euch komme und mich mit euch erquicke. 33Der Gott des Friedens aber sei mit euch allen! Amen.
1Ich empfehle euch aber Phöbe, unsere Schwester, welche eine Dienerin der Versammlung in Kenchreä ist, 2auf daß ihr sie in ⟨dem⟩ Herrn, der Heiligen würdig, aufnehmet und ihr beistehet, in welcher Sache irgend sie euer bedarf; denn auch sie ist vielen ein Beistand* gewesen, auch mir selbst. 3Grüßet Priska und Aquila, meine Mitarbeiter in Christo Jesu, 4(welche für mein Leben ihren eigenen Hals preisgegeben haben, denen nicht allein ich danke, sondern auch alle Versammlungen der Nationen,) 5und die Versammlung in ihrem Hause. Grüßet Epänetus, meinen Geliebten, welcher der Erstling Asiens ist für Christum. 6Grüßet Maria, die sehr für euch gearbeitet hat. 7Grüßet Andronikus und Junias, meine Verwandten und meine Mitgefangenen, welche unter den Aposteln ausgezeichnet sind, die auch vor mir in Christo waren. 8Grüßet Amplias, meinen Geliebten im Herrn. 9Grüßet Urbanus, unseren Mitarbeiter in Christo, und Stachys, meinen Geliebten. 10Grüßet Apelles, den Bewährten in Christo. Grüßet die von Aristobulus’ ⟨Hause⟩ . 11Grüßet Herodion, meinen Verwandten. Grüßet die von Narcissus’ ⟨Hause⟩ , die im Herrn sind. 12Grüßet Tryphäna und Tryphosa, die im Herrn arbeiten. Grüßet Persis, die Geliebte, die viel gearbeitet hat im Herrn. 13Grüßet Rufus, den Auserwählten im Herrn, und seine und meine Mutter. 14Grüßet Asynkritus, Phlegon, Hermes, Patrobas, Hermas und die Brüder bei ihnen. 15Grüßet Philologus und Julias*, Nereus und seine Schwester und Olympas und alle Heiligen bei ihnen. 16Grüßet einander mit heiligem Kuß. Es grüßen euch alle Versammlungen des Christus.
17Ich ermahne* euch aber, Brüder, daß ihr achthabet auf die, welche Zwiespalt und Ärgernis anrichten, entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und wendet euch von ihnen ab. 18Denn solche dienen nicht unserem Herrn Christo, sondern ihrem eigenen Bauche, und durch süße Worte und schöne Reden verführen sie die Herzen der Arglosen. 19Denn euer Gehorsam ist zu allen hingelangt*. Daher freue ich mich eurethalben; ich will aber, daß ihr weise seid zum Guten, aber einfältig zum Bösen. 20Der Gott des Friedens aber wird in kurzem den Satan unter eure Füße zertreten. Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi sei mit euch!
21Es grüßen euch Timotheus, mein Mitarbeiter, und Lucius und Jason und Sosipater, meine Verwandten.
22Ich, Tertius, der ich den Brief geschrieben habe, grüße euch im Herrn. 23Es grüßt euch Gajus, mein und der ganzen Versammlung Wirt. Es grüßen euch Erastus, der Stadt-Rentmeister, und der Bruder Quartus. 24Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi sei mit euch allen! Amen.
25Dem aber, der euch zu befestigen vermag nach meinem Evangelium und der Predigt von Jesu Christo, nach der Offenbarung des Geheimnisses*, das in den Zeiten der Zeitalter verschwiegen war, 26jetzt aber geoffenbart und durch prophetische Schriften, nach Befehl des ewigen Gottes, zum Glaubensgehorsam an alle Nationen kundgetan worden ist, 27dem allein weisen Gott durch Jesum Christum, ihm* sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.
1Paulus, berufener Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, und Sosthenes, der Bruder, 2der Versammlung Gottes, die in Korinth ist, den Geheiligten in Christo Jesu, den berufenen Heiligen, samt allen, die an jedem Orte den Namen unseres Herrn Jesu Christi anrufen, sowohl ihres als unseres ⟨Herrn⟩ . 3Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesu Christo!
4Ich danke meinem Gott allezeit eurethalben für die* Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, 5daß ihr in ihm in allem reich gemacht worden seid, in allem Wort und aller Erkenntnis, 6wie das Zeugnis des Christus unter* euch befestigt* worden ist, 7so daß ihr in* keiner Gnadengabe Mangel habt, indem ihr die Offenbarung unseres Herrn Jesu Christi erwartet, 8welcher euch auch befestigen wird bis ans Ende, ⟨daß ihr⟩ untadelig ⟨seid⟩ an dem Tage unseres Herrn Jesu Christi. 9Gott ist treu, durch welchen ihr berufen worden seid in die Gemeinschaft seines Sohnes Jesu Christi, unseres Herrn.
10Ich ermahne* euch aber, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesu Christi, daß ihr alle dasselbe redet und nicht Spaltungen unter euch seien, sondern ⟨daß⟩ ihr in demselben Sinne und in derselben Meinung völlig zusammengefügt* seiet. 11Denn es ist mir von euch kund geworden, meine Brüder, durch die ⟨Hausgenossen⟩ der Chloe, daß Streitigkeiten unter euch sind. 12Ich sage aber dieses, daß ein jeder von euch sagt: Ich bin des Paulus, ich aber des Apollos, ich aber des Kephas, ich aber Christi. 13Ist der Christus zerteilt? Ist etwa Paulus für euch gekreuzigt, oder seid ihr auf Paulus’ Namen getauft worden? 14Ich danke Gott, daß ich niemanden von euch getauft habe außer Krispus und Gajus, 15auf daß nicht jemand sage, daß ich auf meinen Namen getauft habe. 16Ich habe aber auch das Haus des Stephanas getauft; sonst weiß ich nicht, ob ich jemanden anders getauft habe. 17Denn Christus hat mich nicht ausgesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen; nicht in Redeweisheit, auf daß nicht das Kreuz Christi zunichte gemacht werde. 18Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft. 19Denn es steht geschrieben: „Ich will die Weisheit der Weisen vernichten, und den Verstand der Verständigen will ich hinwegtun“.* 20Wo ⟨ist der⟩ Weise? wo ⟨der⟩ Schriftgelehrte? wo ⟨der⟩ Schulstreiter dieses Zeitlaufs? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 21Denn sintemal in der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, so gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu erretten; 22sintemal sowohl Juden Zeichen fordern, als auch Griechen Weisheit suchen; 23wir aber predigen Christum ⟨als⟩ gekreuzigt, ⟨den⟩ Juden ein Ärgernis, und ⟨den⟩ Nationen eine Torheit; 24den Berufenen selbst aber, sowohl Juden als Griechen, Christum, Gottes Kraft und Gottes Weisheit; 25denn das Törichte Gottes ist weiser als die Menschen, und das Schwache Gottes ist stärker als die Menschen. 26Denn sehet eure Berufung, Brüder, daß ⟨es⟩ nicht viele Weise nach dem Fleische, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle ⟨sind⟩ ; 27sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, auf daß er die Weisen zu Schanden mache; und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, auf daß er das Starke zu Schanden mache; 28und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt, [und] das, was nicht ist, auf daß er das, was ist, zunichte mache, 29damit sich vor Gott kein Fleisch rühme. 30Aus ihm aber seid ihr in Christo Jesu, der uns geworden ist Weisheit von Gott* und Gerechtigkeit und Heiligkeit* und Erlösung; 31auf daß, wie geschrieben steht: „Wer sich rühmt, der rühme sich ⟨des⟩ Herrn*“.*
1Und ich, als ich zu euch kam, Brüder, kam nicht nach Vortrefflichkeit der Rede oder Weisheit, euch das Zeugnis Gottes verkündigend. 2Denn ich hielt nicht dafür, etwas unter euch zu wissen, als nur Jesum Christum, und ihn ⟨als⟩ gekreuzigt. 3Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und in vielem Zittern; 4und meine Rede und meine Predigt war nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung ⟨des⟩ Geistes und ⟨der⟩ Kraft, 5auf daß euer Glaube nicht beruhe auf* Menschen-Weisheit, sondern auf Gottes-Kraft.
6Wir reden aber Weisheit unter den Vollkommenen, nicht aber Weisheit dieses Zeitlaufs, noch der Fürsten dieses Zeitlaufs, die zunichte werden, 7sondern wir reden Gottes Weisheit in einem Geheimnis, die verborgene, welche Gott zuvorbestimmt hat, vor den Zeitaltern, zu unserer Herrlichkeit; 8welche keiner von den Fürsten dieses Zeitlaufs erkannt hat, (denn wenn sie ⟨dieselbe⟩ erkannt hätten, so würden sie wohl den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt haben,) 9sondern wie geschrieben steht: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben“;* 10uns aber hat Gott es geoffenbart durch [seinen] Geist; denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. 11Denn wer von den Menschen weiß, was im* Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also weiß* auch niemand, was in Gott* ist, als nur der Geist Gottes. 12Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, auf daß wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind; 13welche wir auch verkündigen*, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in ⟨Worten⟩ , gelehrt durch den Geist, mitteilend geistliche Dinge durch geistliche Mittel*. 14Der natürliche* Mensch aber nimmt nicht an*, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt* wird; 15der geistliche aber beurteilt* alles, er selbst aber wird von niemandem beurteilt*; 16denn „wer hat den Sinn ⟨des⟩ Herrn erkannt, der ihn unterweise?“* Wir aber haben Christi Sinn.
1Und ich, Brüder, konnte nicht zu euch reden als zu Geistlichen, sondern als zu Fleischlichen*, als zu Unmündigen in Christo. 2Ich habe euch Milch zu trinken gegeben, nicht Speise; denn ihr vermochtet es noch nicht, aber ihr vermöget es auch jetzt noch nicht, 3denn ihr seid noch fleischlich. Denn da Neid* und Streit unter euch ist, seid ihr nicht fleischlich und wandelt nach Menschen ⟨weise⟩ ? 4Denn wenn einer sagt: Ich bin des Paulus; der andere aber: Ich des Apollos; seid ihr nicht menschlich*? 5Wer ist denn Apollos, und wer Paulus? Diener, durch welche ihr geglaubt habt, und ⟨zwar⟩ wie der Herr einem jeden gegeben hat. 6Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum gegeben. 7Also ist weder der da pflanzt etwas, noch der da begießt, sondern Gott, der das Wachstum gibt. 8Der aber pflanzt und der begießt sind eins; ein jeder aber wird seinen eigenen Lohn empfangen nach seiner eigenen Arbeit*. 9Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; Gottes Ackerfeld*, Gottes Bau seid ihr. 10Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf; ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. 11Denn einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist*, welcher ist Jesus Christus. 12Wenn aber jemand auf [diesen] Grund baut Gold, Silber, köstliche Steine, Holz, Heu, Stroh, 13so wird das Werk eines jeden offenbar werden, denn der Tag wird es klar machen, weil er in Feuer geoffenbart wird; und welcherlei das Werk eines jeden ist, wird das Feuer bewähren. 14Wenn das Werk jemandes bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen; 15wenn das Werk jemandes verbrennen wird, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer.
16Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in* euch wohnt? 17Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und solche seid ihr.
18Niemand betrüge sich selbst. Wenn jemand unter euch sich dünkt weise zu sein in diesem Zeitlauf, so werde er töricht, auf daß er weise werde. 19Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott; denn es steht geschrieben: „Der die Weisen erhascht in ihrer List“.* 20Und wiederum: „ ⟨Der⟩ Herr kennt die Überlegungen der Weisen, daß sie eitel sind“.* 21So rühme sich denn niemand der Menschen*, denn alles ist euer. 22Es sei Paulus oder Apollos oder Kephas, es sei Welt oder Leben oder Tod, es sei Gegenwärtiges oder Zukünftiges: alles ist euer, 23ihr aber ⟨seid⟩ Christi, Christus aber ⟨ist⟩ Gottes.
1Dafür halte man uns – für Diener Christi und Verwalter der Geheimnisse Gottes. 2Übrigens sucht man hier an den Verwaltern, daß einer treu erfunden werde. 3Mir aber ist es das Geringste, daß ich von euch oder von einem menschlichen Tage* beurteilt werde; ich beurteile mich aber auch selbst nicht. 4Denn ich bin mir selbst nichts bewußt, aber dadurch bin ich nicht gerechtfertigt. Der mich aber beurteilt ist der Herr. 5So urteilet* nicht etwas vor der Zeit, bis der Herr kommt, welcher auch das Verborgene der Finsternis ans Licht bringen und die Ratschläge der Herzen offenbaren wird; und dann wird einem jeden sein Lob werden von Gott.
6Dies aber, Brüder, habe ich auf mich und Apollos gedeutet* um euretwillen, auf daß ihr an uns lernet, nicht über das hinaus [zu denken], was geschrieben ist, auf daß ihr euch nicht aufblähet für den einen*, wider den anderen. 7Denn wer unterscheidet dich? Was aber hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber auch empfangen hast, was rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen? 8Schon seid ihr gesättigt, schon seid ihr reich geworden; ihr habt ohne uns geherrscht, und ich wollte wohl, daß ihr herrschtet, auf daß auch wir mit euch herrschen möchten. 9Denn mich dünkt, daß Gott uns, die Apostel, als die Letzten dargestellt hat, wie zum Tode bestimmt; denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als Menschen. 10Wir ⟨sind⟩ Narren um Christi willen, ihr aber ⟨seid⟩ klug in Christo; wir schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir aber verachtet. 11Bis auf die jetzige Stunde leiden wir sowohl Hunger als Durst, und sind nackt, und werden mit Fäusten geschlagen, und haben keine bestimmte Wohnung, 12und mühen uns ab, mit unseren eigenen Händen arbeitend. Geschmäht, segnen wir; verfolgt, dulden wir; 13gelästert, bitten wir; als Auskehricht der Welt sind wir geworden, ein Auswurf aller bis jetzt. 14Nicht euch zu beschämen schreibe ich dieses, sondern ich ermahne ⟨euch⟩ als meine geliebten Kinder. 15Denn wenn ihr zehntausend Zuchtmeister in Christo hättet, so doch nicht viele Väter; denn in Christo Jesu habe ich euch gezeugt durch das Evangelium. 16Ich bitte* euch nun, seid meine Nachahmer!
17Dieserhalb habe ich euch Timotheus gesandt, der mein geliebtes und treues Kind ist in ⟨dem⟩ Herrn; der wird euch erinnern an meine Wege, die in Christo sind, gleichwie ich überall in jeder Versammlung lehre. 18Etliche aber sind aufgeblasen, als ob ich nicht zu euch kommen würde. 19Ich werde aber bald zu euch kommen, wenn der Herr will, und werde erkennen, nicht das Wort der Aufgeblasenen, sondern die Kraft; 20denn das Reich Gottes ⟨besteht⟩ nicht im Worte, sondern in Kraft. 21Was wollt ihr? soll ich mit der Rute zu euch kommen, oder in Liebe und im Geiste der Sanftmut?
1Überhaupt* hört man, ⟨daß⟩ Hurerei unter euch ⟨sei⟩ , und eine solche Hurerei, die selbst unter den Nationen nicht ⟨stattfindet⟩ ; daß einer seines Vaters Weib habe. 2Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht vielmehr Leid getragen, auf daß der, welcher diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte hinweggetan würde. 3Denn ich, zwar dem Leibe nach abwesend, aber im Geiste gegenwärtig, habe schon als gegenwärtig geurteilt, den, der dieses also verübt hat, 4im Namen unseres Herrn Jesu Christi, (wenn ihr und mein Geist mit der Kraft unseres Herrn Jesu [Christi] versammelt seid), 5einen solchen dem Satan zu überliefern zum Verderben des Fleisches, auf daß der Geist errettet werde am Tage des Herrn Jesu. 6Euer Rühmen ist nicht gut. Wisset ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig die ganze Masse* durchsäuert? 7Feget den alten Sauerteig aus, auf daß ihr eine neue Masse* sein möget, gleichwie ihr ungesäuert seid. Denn auch unser Passah, Christus, ist geschlachtet. 8Darum laßt uns Festfeier halten, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit Ungesäuertem der Lauterkeit und Wahrheit.
9Ich habe euch in dem Briefe geschrieben, nicht mit Hurern Umgang zu haben; 10nicht durchaus mit den Hurern dieser Welt oder den Habsüchtigen und Räubern oder Götzendienern, sonst müßtet ihr ja aus der Welt hinausgehen. 11Nun aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Hurer ist, oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber, mit einem solchen selbst nicht zu essen. 12Denn was habe ich [auch] zu richten die draußen sind? Ihr, richtet ihr nicht die drinnen sind? 13Die aber draußen sind richtet Gott; tut den Bösen von euch selbst hinaus.
1Darf* jemand unter euch, der eine Sache wider den anderen hat, rechten vor den Ungerechten und nicht vor den Heiligen? 2Oder wisset ihr nicht, daß die Heiligen die Welt richten werden? Und wenn durch euch* die Welt gerichtet wird, seid ihr unwürdig, über die geringsten Dinge zu richten*? 3Wisset ihr nicht, daß wir Engel richten werden? geschweige denn Dinge dieses Lebens. 4Wenn ihr nun über Dinge dieses Lebens zu richten habt, so setzet diese dazu, die gering geachtet sind* in der Versammlung. 5Zur Beschämung sage ich’s euch. Also nicht ein Weiser ist unter euch, auch nicht einer, der zwischen seinen Brüdern* zu entscheiden vermag? 6sondern es rechtet Bruder mit Bruder, und das vor Ungläubigen! 7Es ist ja nun schon überhaupt ein Fehler an euch, daß ihr Rechtshändel miteinander habt. Warum laßt ihr euch nicht lieber unrecht tun? Warum laßt ihr euch nicht lieber übervorteilen*? 8Aber ihr tut unrecht und übervorteilet, und das Brüder! 9Oder wisset ihr nicht, daß Ungerechte das Reich Gottes nicht ererben werden? Irret euch nicht! Weder Hurer, noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Weichlinge*, noch Knabenschänder, 10noch Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes ererben. 11Und solches sind euer etliche gewesen; aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesu und durch den* Geist unseres Gottes.
12Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist nützlich. Alles ist mir erlaubt, aber ich will mich von keinem überwältigen lassen. 13Die Speisen für den Bauch, und der Bauch für die Speisen; Gott aber wird sowohl diesen als jene zunichte machen. Der Leib aber nicht für die Hurerei, sondern für den Herrn, und der Herr für den Leib. 14Gott aber hat sowohl den Herrn auferweckt, als er auch uns auferwecken* wird durch seine Macht. 15Wisset ihr nicht, daß eure Leiber Glieder Christi sind? Soll ich denn die Glieder Christi nehmen und zu Gliedern einer Hure machen? Das sei ferne! 16Oder wisset ihr nicht, daß, wer der Hure anhängt, ein Leib ⟨mit ihr⟩ ist? „Denn es werden“, spricht er, „die zwei ein* Fleisch sein.“* 17Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist ⟨mit ihm⟩ . 18Fliehet die Hurerei! Jede Sünde, die ein Mensch begehen mag, ist außerhalb des Leibes; wer aber hurt, sündigt wider seinen eigenen Leib. 19Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ⟨wohnt⟩ , den ihr von Gott habt, und ⟨daß⟩ ihr nicht euer selbst seid? 20Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden; verherrlichet nun Gott in eurem Leibe.
1Was aber das betrifft, wovon ihr mir geschrieben habt, so ist es gut für einen Menschen, kein Weib zu berühren. 2Aber um der Hurerei willen habe ein jeder sein eigenes Weib, und eine jede habe ihren eigenen Mann. 3Der Mann leiste dem Weibe die ⟨eheliche⟩ Pflicht, gleicherweise aber auch das Weib dem Manne. 4Das Weib hat nicht Macht über ihren eigenen Leib, sondern der Mann; gleicherweise aber hat auch der Mann nicht Macht über seinen eigenen Leib, sondern das Weib. 5Entziehet* euch einander nicht, es sei denn etwa nach Übereinkunft eine Zeitlang, auf daß ihr zum Beten Muße habet*; und kommet wieder zusammen, auf daß Satan euch nicht versuche wegen eurer Unenthaltsamkeit. 6Dieses aber sage ich aus Nachsicht, nicht befehlsweise. 7Ich wünsche aber, alle Menschen wären wie auch ich selbst; aber ein jeder hat seine eigene Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so.
8Ich sage aber den Unverheirateten und den Witwen: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie auch ich. 9Wenn sie sich aber nicht enthalten können, so laßt sie heiraten, denn es ist besser zu heiraten, als Brunst zu leiden. 10Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, daß ein Weib nicht vom Manne geschieden werde, 11(wenn sie aber auch geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet, oder versöhne sich mit dem Manne,) und daß ein Mann ⟨sein⟩ Weib nicht entlasse.
12Den übrigen aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder ein ungläubiges Weib hat, und sie willigt ein*, bei ihm zu wohnen, so entlasse er sie nicht. 13Und ein Weib, das einen ungläubigen Mann hat, und er willigt ein, bei ihr zu wohnen, so entlasse sie den Mann nicht. 14Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durch das* Weib, und das ungläubige Weib ist geheiligt durch den* Bruder; sonst wären ja eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig. 15Wenn aber der Ungläubige sich trennt, so trenne er sich. Der Bruder oder die Schwester ist in solchen ⟨Fällen⟩ nicht gebunden; in Frieden aber hat uns Gott berufen. 16Denn was weißt du, Weib, ob du den Mann erretten wirst? Oder was weißt du, Mann, ob du das Weib erretten wirst? 17Doch wie der Herr einem jeden ausgeteilt hat, wie Gott einen jeden berufen hat, also wandle er; und also verordne ich in allen Versammlungen.
18Ist jemand beschnitten berufen worden, so ziehe er keine Vorhaut; ist jemand in der Vorhaut berufen worden, so werde er nicht beschnitten. 19Die Beschneidung ist nichts, und die Vorhaut ist nichts, sondern das Halten der Gebote Gottes. 20Ein jeder bleibe in dem Beruf, in welchem er berufen worden ist. 21Bist du als Sklave berufen worden, so laß es dich nicht kümmern; wenn du aber auch frei werden kannst, so benutze es vielmehr. 22Denn der als Sklave im Herrn Berufene ist ein Freigelassener ⟨des⟩ Herrn; gleicherweise [auch] ist der als Freier Berufene ein Sklave Christi. 23Ihr seid um einen Preis erkauft; werdet nicht der Menschen Sklaven. 24Ein jeder, worin er berufen worden ist, Brüder, darin bleibe er bei Gott.
25Was aber die Jungfrauen betrifft, so habe ich kein Gebot ⟨des⟩ Herrn; ich gebe aber eine Meinung, als vom Herrn begnadigt worden, treu* zu sein. 26Ich meine nun, daß dies gut sei um der gegenwärtigen Not willen, daß es einem Menschen gut sei, also zu sein*. 27Bist du an ein Weib gebunden, so suche nicht los zu werden; bist du frei von einem Weibe, so suche kein Weib. 28Wenn du aber auch heiratest, so hast du nicht gesündigt; und wenn die Jungfrau heiratet, so hat sie nicht gesündigt; aber solche werden Trübsal im Fleische haben; ich aber schone euer. 29Dieses aber sage ich, Brüder: Die Zeit ist gedrängt*. Übrigens, daß* auch die, welche Weiber haben, seien, als hätten sie keine, 30und die Weinenden als nicht Weinende, und die sich Freuenden als sich nicht Freuende, und die Kaufenden als nicht Besitzende, 31und die der Welt Gebrauchenden als ⟨ihrer⟩ nicht als Eigentum* Gebrauchende; denn die Gestalt dieser Welt vergeht. 32Ich will aber, daß ihr ohne Sorge seid. Der Unverheiratete ist für die Dinge des Herrn besorgt, wie er dem Herrn gefallen möge; 33der Verheiratete aber ist für die Dinge der Welt besorgt, wie er dem Weibe gefallen möge. 34Es ist ein Unterschied zwischen dem Weibe und der Jungfrau. Die Unverheiratete ist für die Dinge des Herrn besorgt, auf daß sie heilig sei, sowohl an Leib als Geist; die Verheiratete aber ist für die Dinge der Welt besorgt, wie sie dem Manne gefallen möge. 35Dies aber sage ich zu eurem eigenen Nutzen, nicht auf daß ich euch eine Schlinge überwerfe, sondern zur Wohlanständigkeit und zu ungeteiltem Anhangen an dem Herrn. 36Wenn aber jemand denkt, er handle ungeziemend mit seiner Jungfrau ⟨schaft⟩ , wenn er* über die Jahre der Blüte hinausgeht, und es muß also geschehen, so tue er, was er will; er sündigt nicht: sie mögen heiraten. 37Wer aber im Herzen feststeht und keine Not, sondern Gewalt hat über seinen eigenen Willen, und dies in seinem Herzen beschlossen hat, seine Jungfrau ⟨schaft⟩ * zu bewahren, der tut wohl. 38Also, wer heiratet*, tut wohl, und wer nicht heiratet*, tut besser. 39Ein Weib ist gebunden, so lange Zeit ihr Mann lebt; wenn aber der Mann entschlafen ist, so ist sie frei sich zu verheiraten, an wen sie will, nur im Herrn. 40Glückseliger ist sie aber, wenn sie also bleibt, nach meiner Meinung; ich denke aber, daß auch ich Gottes Geist habe.
1Was aber die Götzenopfer betrifft, so wissen wir – (denn wir alle haben Erkenntnis; die Erkenntnis bläht auf, die Liebe aber erbaut. 2Wenn jemand sich dünkt, er erkenne etwas, so hat er noch nicht erkannt*, wie man erkennen soll; 3wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt;) – 4was nun das Essen der Götzenopfer betrifft, so wissen wir, daß ein Götzenbild nichts ist in der Welt, und daß kein [anderer] Gott ist, als nur einer. 5Denn wenn es anders ⟨solche⟩ gibt, die Götter genannt werden, sei es im Himmel oder auf Erden, (wie es ja viele Götter und viele Herren gibt,) 6so ist doch für uns ein Gott, der Vater, von welchem alle Dinge sind, und wir für ihn, und ein Herr, Jesus Christus, durch welchen alle Dinge sind, und wir durch ihn. 7Die Erkenntnis aber ist nicht in allen, sondern etliche essen, infolge des Gewissens, ⟨das sie⟩ bis jetzt vom Götzenbilde ⟨haben⟩ , als von einem Götzenopfer, und ihr Gewissen, da es schwach ist, wird befleckt. 8Speise aber empfiehlt uns Gott nicht; weder sind wir, wenn wir nicht essen, geringer*, noch sind wir, wenn wir essen, vorzüglicher*. 9Sehet aber zu, daß nicht etwa dieses euer Recht* den Schwachen zum Anstoß werde. 10Denn wenn jemand dich, der du Erkenntnis hast, im Götzentempel zu Tische liegen sieht, wird nicht sein Gewissen, da er schwach ist, bestärkt* werden, die Götzenopfer zu essen? 11Und durch deine Erkenntnis kommt der Schwache um, der Bruder, um dessentwillen Christus gestorben ist. 12Wenn ihr aber also gegen die Brüder sündiget und ihr schwaches Gewissen verletzet, so sündiget ihr gegen Christum. 13Darum, wenn eine Speise meinem Bruder Ärgernis gibt, so will ich für immer kein Fleisch essen, damit ich meinem Bruder kein Ärgernis gebe.
1Bin ich nicht frei? bin ich nicht ein Apostel? habe ich nicht Jesum, unseren Herrn, gesehen? seid nicht ihr mein Werk im Herrn? 2Wenn ich anderen nicht ein Apostel bin, so bin ich es doch wenigstens euch; denn das Siegel meines Apostelamtes* seid ihr im Herrn. 3Meine Verantwortung vor denen, welche mich zur Untersuchung ziehen, ist diese: 4Haben wir etwa nicht ein Recht, zu essen und zu trinken? 5Haben wir etwa nicht ein Recht, eine Schwester als Weib umherzuführen, wie auch die übrigen Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas? 6Oder haben allein ich und Barnabas nicht ein Recht, nicht zu arbeiten? 7Wer tut jemals Kriegsdienste auf eigenen Sold? wer pflanzt einen Weinberg und ißt nicht [von] dessen Frucht? oder wer weidet eine Herde und ißt nicht von der Milch der Herde? 8Rede ich dieses etwa nach Menschen ⟨weise⟩ , oder sagt nicht auch das Gesetz dieses? 9Denn in dem Gesetz Moses’ steht geschrieben: „Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden“.* Ist Gott etwa für die Ochsen besorgt? 10Oder spricht er ⟨nicht⟩ durchaus um unsertwillen? Denn es ist um unsertwillen geschrieben, daß der Pflügende auf Hoffnung pflügen soll, und der Dreschende auf Hoffnung ⟨dreschen⟩ , um ⟨dessen⟩ teilhaftig zu werden. 11Wenn wir euch das Geistliche gesät haben, ist es ein Großes, wenn wir euer Fleischliches ernten? 12Wenn andere dieses Rechtes an euch teilhaftig sind, nicht vielmehr wir? Wir haben aber dieses Recht nicht gebraucht, sondern wir ertragen alles, auf daß wir dem Evangelium des Christus kein Hindernis bereiten. 13Wisset ihr nicht, daß die, welche mit den heiligen Dingen beschäftigt sind*, aus dem Tempel* essen? die, welche des Altars warten, mit dem Altar teilen? 14Also hat auch der Herr denen, die das Evangelium verkündigen, verordnet, vom Evangelium zu leben. 15Ich aber habe von keinem dieser Dinge Gebrauch gemacht. Ich habe dies aber nicht geschrieben, auf daß es also mit mir geschehe; denn es wäre mir besser zu sterben, als daß jemand meinen Ruhm zunichte machen sollte. 16Denn wenn ich das Evangelium verkündige, so habe ich keinen Ruhm, denn eine Notwendigkeit liegt mir auf; denn wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkündigte! 17Denn wenn ich dies freiwillig tue, so habe ich Lohn, wenn aber unfreiwillig, so bin ich mit einer Verwaltung betraut. 18Was ist nun mein Lohn? Daß ich, das Evangelium verkündigend, das Evangelium kostenfrei mache, so daß ich mein Recht am Evangelium nicht gebrauche*. 19Denn wiewohl ich von allen frei bin, habe ich mich allen zum Sklaven gemacht, auf daß ich so viele wie möglich* gewinne. 20Und ich bin den Juden geworden wie ein Jude, auf daß ich die Juden gewinne; denen, ⟨die⟩ unter Gesetz ⟨sind⟩ , wie unter Gesetz, (wiewohl ich selbst nicht unter Gesetz bin,) auf daß ich die, ⟨welche⟩ unter Gesetz ⟨sind⟩ , gewinne; 21denen, die ohne Gesetz* sind, wie ohne Gesetz, (wiewohl ich nicht ohne Gesetz vor Gott bin, sondern Christo gesetzmäßig unterworfen,) auf daß ich die, welche ohne Gesetz sind, gewinne. 22Den Schwachen bin ich geworden ⟨wie⟩ ein Schwacher, auf daß ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, auf daß ich auf alle Weise etliche errette. 23Ich tue aber alles um des Evangeliums willen, auf daß ich mit ihm teilhaben möge.
24Wisset ihr nicht, daß die, welche in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber einer den Preis empfängt? Laufet also, auf daß ihr ihn erlanget. 25Jeder aber, der kämpft, ist enthaltsam in allem; jene freilich, auf daß sie eine vergängliche Krone empfangen, wir aber eine unvergängliche. 26Ich laufe daher also, nicht wie aufs Ungewisse; ich kämpfe also, nicht wie einer, der die Luft schlägt; 27sondern ich zerschlage meinen Leib und führe ihn in Knechtschaft, auf daß ich nicht, nachdem ich anderen gepredigt, selbst verwerflich werde.
1Denn ich will nicht, daß ihr unkundig seid, Brüder, daß unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind, 2und alle auf Moses getauft wurden in der Wolke und in dem Meere, 3und alle dieselbe geistliche Speise aßen, 4und alle denselben geistlichen Trank tranken; denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, welcher nachfolgte. (Der Fels aber war der Christus.) 5An den meisten derselben aber hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste hingestreckt worden. 6Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns* geschehen*, daß wir nicht nach bösen Dingen gelüsten, gleichwie auch jene gelüsteten. 7Werdet auch nicht Götzendiener, gleichwie etliche von ihnen, wie geschrieben steht: „Das Volk setzte sich nieder, zu essen und zu trinken, und sie standen auf, zu spielen“*. 8Auch laßt uns nicht Hurerei treiben, gleichwie etliche von ihnen Hurerei trieben, und es fielen an einem Tage dreiundzwanzig tausend. 9Laßt uns auch den Christus nicht versuchen, gleichwie etliche von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht wurden. 10Murret auch nicht, gleichwie etliche von ihnen murrten und von dem Verderber umgebracht wurden. 11Alle diese Dinge aber widerfuhren jenen als Vorbilder und sind geschrieben worden zu unserer Ermahnung, auf welche das Ende* der Zeitalter gekommen ist. 12Daher, wer zu stehen sich dünkt, sehe zu, daß er nicht falle. 13Keine Versuchung hat euch ergriffen, als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern wird mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, so daß* ihr sie ertragen könnt.
14Darum, meine Geliebten, fliehet den Götzendienst. 15Ich rede als zu Verständigen; beurteilet ihr, was ich sage. 16Der Kelch der Segnung, den wir segnen, ist er nicht ⟨die⟩ Gemeinschaft des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht ⟨die⟩ Gemeinschaft des Leibes des Christus? 17Denn ein Brot, ein Leib sind wir, die Vielen, denn wir alle sind des einen Brotes teilhaftig. 18Sehet auf Israel* nach dem Fleische. Sind nicht die, welche die Schlachtopfer essen, in Gemeinschaft mit dem Altar*? 19Was sage ich nun? daß das einem Götzen Geopferte etwas sei? oder daß ein Götzenbild etwas sei? 20Sondern daß das, was [die Nationen] opfern, sie den Dämonen opfern und nicht Gott. Ich will aber nicht, daß ihr Gemeinschaft habt mit den* Dämonen. 21Ihr könnt nicht des Herrn Kelch trinken und der Dämonen Kelch; ihr könnt nicht des Herrn Tisches teilhaftig sein und des Dämonen-Tisches. 22Oder reizen wir den Herrn zur Eifersucht?* Sind wir etwa stärker als er?
23Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist nützlich; alles ist erlaubt, aber nicht alles erbaut. 24Niemand suche das Seine, sondern das des anderen. 25Alles was auf dem Fleischmarkte verkauft wird, esset, ohne zu untersuchen um des Gewissens willen. 26Denn „die Erde ist des Herrn und ihre Fülle“.* 27Wenn aber jemand von den Ungläubigen euch einladet, und ihr wollt hingehen, so esset alles was euch vorgesetzt wird, ohne zu untersuchen um des Gewissens willen. 28Wenn aber jemand zu euch sagt: Dies ist als Opfer dargebracht* worden, so esset nicht, um jenes willen, der es anzeigt, und um des Gewissens willen, 29des Gewissens aber, sage ich, nicht deines eigenen, sondern desjenigen des anderen; denn warum wird meine Freiheit von einem anderen Gewissen beurteilt? 30Wenn ich mit Danksagung teilhabe, warum werde ich gelästert über das, wofür ich danksage? 31Ob ihr nun esset oder trinket oder irgend etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes. 32Seid ohne Anstoß, sowohl Juden als Griechen, und der Versammlung Gottes; 33gleichwie auch ich mich in allen Dingen allen gefällig mache, indem ich nicht meinen Vorteil suche, sondern den der Vielen, auf daß sie errettet werden.
1Seid meine Nachahmer, gleichwie auch ich Christi.
2Ich lobe euch aber, daß ihr in allem meiner eingedenk seid, und die Überlieferungen*, wie ich sie euch überliefert habe, festhaltet. 3Ich will aber, daß ihr wisset, daß der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, des Weibes Haupt aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott. 4Jeder Mann, der betet oder weissagt, indem er ⟨etwas⟩ auf dem Haupte hat, entehrt sein Haupt. 5Jedes Weib aber, das betet oder weissagt mit unbedecktem Haupte, entehrt ihr Haupt; denn sie ist ein und dasselbe wie die, welche geschoren ist. 6Denn wenn ein Weib nicht bedeckt ist, so werde ihr auch das Haar abgeschnitten; wenn es aber für ein Weib schändlich ist, daß ihr das Haar abgeschnitten oder sie geschoren werde, so laß sie sich bedecken. 7Denn der Mann freilich soll nicht das Haupt bedecken, da er Gottes Bild und Herrlichkeit ist; das Weib aber ist des Mannes Herrlichkeit. 8Denn der Mann ist nicht vom Weibe, sondern das Weib vom Manne; 9denn der Mann wurde auch nicht um des Weibes willen geschaffen, sondern das Weib um des Mannes willen. 10Darum soll das Weib eine Macht* auf dem Haupte haben, um der Engel willen. 11Dennoch ist weder das Weib ohne den Mann, noch der Mann ohne das Weib im Herrn. 12Denn gleichwie das Weib vom Manne ist, also ist auch der Mann durch das Weib; alles aber von Gott. 13Urteilet bei euch selbst: Ist es anständig, daß ein Weib unbedeckt zu Gott bete? 14Oder lehrt euch nicht auch selbst die Natur, daß, wenn ein Mann langes Haar hat, es eine Unehre für ihn ist? 15wenn aber ein Weib langes Haar hat, es eine Ehre für sie ist? weil das Haar ihr anstatt eines Schleiers gegeben ist. 16Wenn es aber jemanden gut dünkt, streitsüchtig zu sein, so haben wir solche Gewohnheit nicht, noch die Versammlungen Gottes.
17Indem ich aber dieses* vorschreibe, lobe ich nicht*, daß* ihr nicht zum Bessern, sondern zum Schlechtern zusammenkommet. 18Denn fürs erste, wenn ihr als* Versammlung zusammenkommet, höre ich, es seien Spaltungen unter euch, und zum Teil glaube ich es. 19Denn es müssen auch Parteiungen unter euch sein, auf daß die Bewährten unter euch offenbar werden.
20Wenn ihr nun an einem Orte zusammenkommet, so ist das nicht des Herrn Abendmahl essen. 21Denn ein jeder nimmt beim Essen sein eigenes Abendmahl vorweg, und der eine ist hungrig, der andere ist trunken. 22Habt ihr denn nicht Häuser, um zu essen und zu trinken? oder verachtet ihr die Versammlung Gottes und beschämet die, welche nichts* haben? Was soll ich euch sagen? soll ich euch loben? In diesem lobe ich nicht. 23Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, daß der Herr Jesus in der Nacht, in welcher er überliefert wurde, Brot nahm, 24und als er gedankt hatte, es brach und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch ist; dies tut zu meinem Gedächtnis. 25Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahle und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blute; dies tut, so oft ihr trinket, zu meinem Gedächtnis. 26Denn so oft ihr dieses Brot esset und den Kelch trinket, verkündiget ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 27Wer also irgend das Brot ißt oder den Kelch des Herrn trinkt unwürdiglich, wird des* Leibes und Blutes des Herrn schuldig sein. 28Ein jeder* aber prüfe sich selbst, und also esse er von dem Brote und trinke von dem Kelche. 29Denn wer ⟨unwürdiglich⟩ ißt und trinkt*, ißt und trinkt sich selbst Gericht, indem er den Leib nicht unterscheidet. 30Deshalb sind viele unter euch schwach und krank und ein gut Teil entschlafen. 31Aber wenn wir uns selbst beurteilten*, so würden wir nicht gerichtet. 32Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir vom Herrn gezüchtigt, auf daß wir nicht mit der Welt verurteilt werden. 33Daher, meine Brüder, wenn ihr zusammenkommet, um zu essen, so wartet aufeinander. 34Wenn jemanden hungert, der esse daheim, auf daß ihr nicht zum Gericht zusammenkommet. Das übrige aber will ich anordnen, sobald ich komme.
1Was aber die geistlichen ⟨Offenbarungen⟩ betrifft, Brüder, so will ich nicht, daß ihr unkundig seid. 2Ihr wisset, daß ihr, als ihr ⟨von den⟩ Nationen waret, zu den stummen Götzenbildern hingeführt wurdet, wie ihr irgend geleitet wurdet. 3Deshalb tue ich euch kund, daß niemand, im* Geiste Gottes redend, sagt: Fluch über Jesum! und niemand sagen kann: Herr Jesus! als nur im* Heiligen Geiste.
4Es sind aber Verschiedenheiten von Gnadengaben, aber derselbe Geist; 5und es sind Verschiedenheiten von Diensten, und derselbe Herr; 6und es sind Verschiedenheiten von Wirkungen, aber derselbe Gott, der alles in allen wirkt. 7Einem jeden aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben. 8Denn einem wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber das Wort der Erkenntnis nach demselben Geiste; 9einem anderen aber Glauben in* demselben Geiste, einem anderen aber Gaben der Heilungen in* demselben Geiste, 10einem anderen aber Wunderwirkungen, einem anderen aber Prophezeiung*, einem anderen aber Unterscheidungen der Geister; einem anderen aber Arten von Sprachen*, einem anderen aber Auslegung der Sprachen*. 11Alles dieses aber wirkt ein und derselbe Geist, einem jeden insbesondere austeilend, wie er will. 12Denn gleichwie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich viele, ein Leib sind: also auch der Christus. 13Denn auch in* einem Geiste sind wir alle zu einem Leibe getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geiste getränkt worden. 14Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. 15Wenn der Fuß spräche: Weil ich nicht Hand bin, so bin ich nicht von dem Leibe; ist er deswegen nicht von dem Leibe?* 16Und wenn das Ohr spräche: Weil ich nicht Auge bin, so bin ich nicht von dem Leibe; ist es deswegen nicht von dem Leibe?* 17Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo wäre das Gehör? wenn ganz Gehör, wo der Geruch? 18Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, jedes einzelne von ihnen an dem Leibe, wie es ihm gefallen hat. 19Wenn aber alle ein Glied wären, wo wäre der Leib? 20Nun aber sind der Glieder zwar viele, der Leib aber ist einer*. 21Das Auge kann nicht zu der Hand sagen: Ich bedarf deiner nicht; oder wiederum das Haupt zu den Füßen: Ich bedarf euer nicht; 22sondern vielmehr die Glieder des Leibes, die schwächer zu sein scheinen, sind notwendig; 23und die uns die unehrbareren des Leibes zu sein dünken, diese umgeben wir mit reichlicherer Ehre; und unsere nichtanständigen haben desto reichlichere Wohlanständigkeit; 24unsere wohlanständigen aber bedürfen es nicht. Aber Gott hat den Leib zusammengefügt, indem er dem Mangelhafteren reichlichere Ehre gegeben hat, 25auf daß keine Spaltung in dem Leibe sei, sondern die Glieder dieselbe Sorge füreinander haben möchten. 26Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; oder wenn ein Glied verherrlicht wird, so freuen sich alle Glieder mit. 27Ihr aber seid der Leib Christi, und Glieder insonderheit. 28Und Gott hat etliche in der Versammlung gesetzt: erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, sodann Wunderkräfte, sodann Gaben der Heilungen, Hülfsleistungen, Regierungen, Arten von Sprachen. 29Sind etwa alle Apostel? alle Propheten? alle Lehrer? haben alle Wunderkräfte? 30haben alle Gnadengaben der Heilungen? reden alle in Sprachen? legen alle aus? 31Eifert aber um die größeren Gnadengaben; und einen noch vortrefflicheren Weg zeige ich euch.
1Wenn ich mit den Sprachen* der Menschen und der Engel rede, aber nicht Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz geworden oder eine schallende Zimbel. 2Und wenn ich Prophezeiung habe, und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß, und wenn ich allen Glauben habe, so daß ich Berge versetze, aber nicht Liebe habe, so bin ich nichts. 3Und wenn ich alle meine Habe zur Speisung ⟨der Armen⟩ austeilen werde, und wenn ich meinen Leib hingebe, auf daß ich verbrannt werde, aber nicht Liebe habe, so ist es mir nichts nütze. 4Die Liebe ist langmütig, ist gütig; die Liebe neidet nicht*; die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf, 5sie gebärdet sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihrige, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu*, 6sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich mit der Wahrheit, 7sie erträgt alles*, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. 8Die Liebe vergeht nimmer; seien es aber Prophezeiungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. 9Denn wir erkennen stückweise, und wir prophezeien* stückweise; 10wenn aber das Vollkommene gekommen sein wird, so wird das, was stückweise ist, weggetan werden. 11Als ich ein Kind* war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind; als ich ein Mann wurde, tat ich weg was kindisch war. 12Denn wir sehen jetzt durch einen Spiegel*, undeutlich*, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, wie auch ich erkannt worden bin. 13Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die Größte* aber von diesen ist die Liebe.
1Strebet nach der Liebe*; eifert aber um die geistlichen ⟨Gaben⟩ , vielmehr aber, daß ihr weissaget. 2Denn wer in einer Sprache* redet, redet nicht Menschen, sondern Gott; denn niemand versteht* es, im Geiste aber redet er Geheimnisse. 3Wer aber weissagt, redet den Menschen ⟨zur⟩ Erbauung und Ermahnung* und Tröstung. 4Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Versammlung. 5Ich wollte aber, daß ihr alle in Sprachen redetet, vielmehr aber, daß ihr weissagtet. Wer aber weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet; es sei denn daß er es auslege, auf daß die Versammlung Erbauung empfange. 6Jetzt aber, Brüder, wenn ich zu euch komme und in Sprachen rede, was werde ich euch nützen, wenn ich nicht zu euch rede, entweder in Offenbarung oder in Erkenntnis oder in Weissagung oder in Lehre? 7Doch auch die leblosen Dinge, die einen Ton von sich geben, es sei Pfeife oder Harfe, wenn sie den Tönen keinen Unterschied geben, wie wird man erkennen, was gepfiffen oder geharft wird? 8Denn auch wenn die Posaune* einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zum Kampfe rüsten? 9Also auch ihr, wenn ihr durch die Sprache* nicht eine verständliche Rede gebet, wie wird man wissen, was geredet wird? denn ihr werdet in den Wind reden. 10Es gibt vielleicht so und so viele Arten von Stimmen in der Welt, und keine ⟨Art⟩ ist ohne bestimmten Ton. 11Wenn ich nun die Bedeutung* der Stimme nicht weiß, so werde ich dem Redenden ein Barbar* sein, und der Redende für mich ein Barbar. 12Also auch ihr, da ihr um geistliche Gaben* eifert, so suchet, daß ihr überströmend seid zur Erbauung der Versammlung. 13Darum, wer in einer Sprache redet, bete, auf daß er ⟨es⟩ auslege. 14Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist, aber mein Verstand ist fruchtleer. 15Was ist es nun? Ich will beten mit dem Geiste, aber ich will auch beten mit dem Verstande; ich will lobsingen mit dem Geiste, aber ich will auch lobsingen mit dem Verstande. 16Sonst wenn du mit ⟨dem⟩ Geiste preisen wirst, wie soll der, welcher die Stelle des Unkundigen* einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er nicht weiß was du sagst? 17Denn du danksagst wohl gut, aber der andere wird nicht erbaut. 18Ich danke Gott, ich rede mehr in einer Sprache als ihr alle. 19Aber in der Versammlung will ich ⟨lieber⟩ fünf Worte reden mit meinem Verstande, auf daß ich auch andere unterweise, als zehntausend Worte in einer Sprache. 20Brüder, seid nicht Kinder am Verstande, sondern an der Bosheit seid Unmündige, am Verstande aber seid Erwachsene*. 21Es steht in dem Gesetz geschrieben: „Ich will in anderen Sprachen* und durch andere Lippen zu diesem Volke reden, und auch also werden sie nicht auf mich hören, spricht ⟨der⟩ Herr“.* 22Daher sind die Sprachen zu einem Zeichen, nicht den Glaubenden, sondern den Ungläubigen; die Weissagung aber nicht den Ungläubigen, sondern den Glaubenden. 23Wenn nun die ganze Versammlung an einem Orte zusammenkommt, und alle in Sprachen reden, und es kommen Unkundige oder Ungläubige herein, werden sie nicht sagen, daß ihr von Sinnen seid? 24Wenn aber alle weissagen, und irgend ein Ungläubiger oder Unkundiger kommt herein, so wird er von allen überführt, von allen beurteilt; 25das Verborgene seines Herzens wird offenbar, und also, auf ⟨sein⟩ Angesicht fallend, wird er Gott anbeten und verkündigen, daß Gott wirklich unter euch ist.
26Was ist es nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommet, so hat ein jeder [von euch] einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Sprache, hat eine Offenbarung, hat eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung. 27Wenn nun jemand in einer Sprache redet, ⟨so sei es⟩ zu zwei oder höchstens drei und nacheinander, und einer lege aus. 28Wenn aber kein Ausleger da ist, so schweige er in der Versammlung, rede aber sich selbst und Gott. 29Propheten aber laßt zwei oder drei reden, und die anderen laßt urteilen. 30Wenn aber einem anderen, der dasitzt, eine Offenbarung wird, so schweige der erste. 31Denn ihr könnt einer nach dem anderen alle weissagen, auf daß alle lernen und alle getröstet* werden. 32Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan. 33Denn Gott ist nicht ⟨ein Gott⟩ der Unordnung*, sondern des Friedens, wie in allen Versammlungen der Heiligen.
34[Eure] Weiber sollen* schweigen in den Versammlungen, denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern unterworfen zu sein, wie auch das Gesetz sagt. 35Wenn sie aber etwas lernen wollen, so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen; denn es ist schändlich für ein Weib, in der Versammlung zu reden. 36Oder ist das Wort Gottes von euch ausgegangen? oder ist es zu euch allein gelangt? 37Wenn jemand sich dünkt ein Prophet zu sein, oder geistlich, so erkenne er was ich euch schreibe, daß es ein Gebot ⟨des⟩ Herrn ist. 38Wenn aber jemand unwissend ist, so sei er unwissend. 39Daher, Brüder, eifert danach zu weissagen, und wehret nicht in Sprachen zu reden. 40Alles aber geschehe anständig und in Ordnung.
1Ich tue euch aber kund, Brüder, das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet, 2durch welches ihr auch errettet werdet, (wenn ihr an dem Worte festhaltet, das ich euch verkündigt* habe,) es sei denn daß ihr vergeblich geglaubt habt. 3Denn ich habe euch zuerst überliefert, was ich auch empfangen habe: daß Christus gestorben ist für unsere Sünden, nach den Schriften; 4und daß er begraben wurde, und daß er auferweckt worden ist am dritten Tage, nach den Schriften; 5und daß er Kephas erschienen ist, dann den Zwölfen. 6Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten bis jetzt übriggeblieben, etliche aber auch entschlafen sind. 7Danach erschien er Jakobus, dann den Aposteln allen; 8am letzten aber von allen, gleichsam der unzeitigen Geburt, erschien er auch mir. 9Denn ich bin der Geringste der Apostel, der ich nicht würdig* bin, ein Apostel genannt zu werden, weil ich die Versammlung Gottes verfolgt habe. 10Aber durch Gottes Gnade bin ich was ich bin; und seine Gnade gegen mich ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir war*. 11Sei ich es nun, seien es jene, also predigen wir, und also habt ihr geglaubt. 12Wenn aber Christus gepredigt wird, daß er aus ⟨den⟩ Toten auferweckt sei*, wie sagen etliche unter euch, daß es keine Auferstehung der Toten gebe? 13Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferweckt*; 14wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt vergeblich*, aber auch euer Glaube vergeblich*. 15Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir in Bezug auf Gott gezeugt haben, daß er den Christus auferweckt habe, den er nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden. 16Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt. 17Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube eitel; ihr seid noch in euren Sünden. 18Also sind auch die, welche in Christo entschlafen sind, verloren gegangen. 19Wenn wir allein in diesem Leben auf Christum Hoffnung haben, so sind wir die elendesten von allen* Menschen.
20(Nun aber ist Christus aus ⟨den⟩ Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen; 21denn sintemal durch einen Menschen der Tod ⟨kam⟩ , so auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. 22Denn gleichwie in dem Adam alle sterben, also werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden. 23Ein jeder aber in seiner eigenen Ordnung*: der Erstling, Christus; sodann die, ⟨welche⟩ des Christus ⟨sind⟩ bei seiner Ankunft; 24dann das Ende, wenn er das Reich dem Gott und Vater übergibt, wenn er weggetan haben wird alle Herrschaft und alle Gewalt und Macht. 25Denn er muß herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. 26Der letzte Feind, der weggetan wird, ist der Tod.* 27„Denn alles hat er seinen Füßen unterworfen.“* Wenn er aber sagt, daß alles unterworfen sei, so ist es offenbar, daß der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. 28Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat, auf daß Gott alles in allem sei.)
29Was werden sonst die tun, die für die* Toten getauft werden, wenn überhaupt Tote nicht auferweckt werden? warum werden sie auch für sie getauft? 30Warum sind auch wir jede Stunde in Gefahr*? 31Täglich sterbe ich, bei eurem Rühmen, das ich habe in Christo Jesu, unserem Herrn. 32Wenn ich, nach Menschen ⟨weise zu reden⟩ , mit wilden Tieren gekämpft habe zu Ephesus, was nützt es mir, wenn Tote nicht auferweckt werden? „Laßt* uns essen und trinken, denn morgen sterben wir!“* 33Laßt euch nicht verführen: böser Verkehr verdirbt gute Sitten. 34Werdet rechtschaffen* nüchtern* und sündiget nicht, denn etliche sind in Unwissenheit über Gott; zur Beschämung sage ich’s euch.
35Es wird aber jemand sagen: Wie werden die Toten auferweckt? und mit was für einem Leibe kommen sie? 36Tor! was du säst, wird nicht lebendig, es sterbe denn. 37Und was du säst, du säst nicht den Leib, der werden soll, sondern ein nacktes Korn, es sei von Weizen oder von einem der anderen ⟨Samen⟩ . 38Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er gewollt hat, und einem jeden der Samen seinen eigenen Leib. 39Nicht alles Fleisch ist dasselbe Fleisch; sondern ein anderes ⟨ist das⟩ der Menschen, und ein anderes das Fleisch des Viehes, und ein anderes ⟨das⟩ der Vögel, und ein anderes ⟨das⟩ der Fische. 40Und es gibt himmlische Leiber und irdische Leiber. Aber eine andere ist die Herrlichkeit der himmlischen, eine andere die der irdischen; 41eine andere die Herrlichkeit der Sonne, und eine andere die Herrlichkeit des Mondes, und eine andere die Herrlichkeit der Sterne; denn es unterscheidet sich Stern von Stern an Herrlichkeit. 42Also ist auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät in Verwesung, es wird auferweckt in Unverweslichkeit. 43Es wird gesät in Unehre, es wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft; 44es wird gesät ein natürlicher* Leib, es wird auferweckt ein geistiger Leib. Wenn es einen natürlichen* Leib gibt, so gibt es auch einen geistigen. 45So steht auch geschrieben: „Der erste Mensch, Adam, ward eine* lebendige Seele“;* der letzte Adam ein* lebendig machender Geist. 46Aber das Geistige war nicht zuerst, sondern das Natürliche*, danach das Geistige. 47Der erste Mensch ist von* der Erde, von Staub; der zweite Mensch vom* Himmel. 48Wie der von Staub ist, so sind auch die, welche von Staub sind; und wie der Himmlische, so auch die Himmlischen. 49Und wie wir das Bild dessen von Staub getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen. 50Dies aber sage ich, Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können, auch die Verwesung nicht die Unverweslichkeit ererbt.
51Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, 52in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune; denn posaunen* wird es, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. 53Denn dieses Verwesliche muß Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen. 54Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: „Verschlungen ist der Tod in Sieg“.* 55„Wo ist, o Tod, dein Stachel? wo ist, o Tod, dein Sieg?“* 56Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber das Gesetz. 57Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesum Christum! 58Daher, meine geliebten Brüder, seid fest, unbeweglich, allezeit überströmend in dem Werke des Herrn, da ihr wisset, daß eure Mühe nicht vergeblich ist im Herrn.
1Was aber die Sammlung für die Heiligen betrifft, wie ich den Versammlungen von Galatien verordnet habe, also tut auch ihr. 2An jedem ersten Wochentage lege ein jeder von euch bei sich* zurück und sammle auf, jenachdem er Gedeihen hat, auf daß nicht dann, wenn ich komme, Sammlungen geschehen. 3Wenn ich aber angekommen bin, so will ich die, welche irgend ihr für tüchtig erachten werdet, mit Briefen senden, daß sie eure Gabe* nach Jerusalem hinbringen. 4Wenn es aber angemessen ist, daß auch ich hinreise, so sollen sie mit mir reisen. 5Ich werde aber zu euch kommen, wenn ich Macedonien durchzogen habe, denn ich ziehe durch Macedonien. 6Vielleicht aber werde ich bei euch bleiben oder auch überwintern, auf daß ihr mich geleitet, wohin irgend ich reise; 7denn ich will euch jetzt nicht im Vorbeigehen sehen, denn ich hoffe einige Zeit bei euch zu bleiben, wenn der Herr es erlaubt. 8Ich werde aber bis Pfingsten in Ephesus bleiben; 9denn eine große und wirkungsvolle Tür ist mir aufgetan, und der Widersacher sind viele.
10Wenn aber Timotheus kommt, so sehet zu, daß er ohne Furcht bei euch sei; denn er arbeitet am Werke des Herrn, wie auch ich. 11Es verachte ihn nun niemand. Geleitet ihn aber in Frieden, auf daß er zu mir komme; denn ich erwarte ihn mit den Brüdern. 12Was aber den Bruder Apollos betrifft, so habe ich ihm viel zugeredet, daß er mit den Brüdern zu euch komme; und er war durchaus* nicht willens, jetzt zu kommen; doch wird er kommen, wenn er eine gelegene Zeit finden wird. 13Wachet, stehet fest im Glauben; seid männlich, seid stark*! 14Alles bei euch* geschehe in Liebe.
15Ich ermahne* euch aber, Brüder: Ihr kennet das Haus des Stephanas, daß es der Erstling von Achaja ist, und daß sie sich selbst den Heiligen zum Dienst verordnet haben; 16daß auch ihr solchen untertan seid und jedem, der mitwirkt und arbeitet. 17Ich freue mich aber über die Ankunft* des Stephanas und Fortunatus und Achaikus; denn diese haben erstattet, was euerseits mangelte. 18Denn sie haben meinen Geist erquickt und den eurigen; erkennet nun solche an.
19Es grüßen euch die Versammlungen Asiens. Es grüßen euch vielmal im Herrn Aquila und Priscilla, samt der Versammlung in ihrem Hause. 20Es grüßen euch die Brüder alle. Grüßet einander mit heiligem Kuß.
21Der Gruß mit meiner, des Paulus, Hand. 22Wenn jemand den Herrn [Jesum Christum] nicht lieb hat, der sei Anathema*; Maran atha*! 23Die Gnade des Herrn Jesu Christi sei mit euch! 24Meine Liebe sei* mit euch allen in Christo Jesu! Amen.
1Paulus, Apostel, nicht von Menschen, noch durch einen Menschen, sondern durch Jesum Christum und Gott, den Vater, der ihn auferweckt hat aus ⟨den⟩ Toten, 2und alle Brüder, die bei mir sind, den Versammlungen von Galatien: 3Gnade euch und Friede von Gott, dem Vater, und unserem Herrn Jesu Christo, 4der sich selbst für unsere Sünden hingegeben hat, damit er uns herausnehme aus der gegenwärtigen bösen Welt*, nach dem Willen unseres Gottes und Vaters, 5welchem die Herrlichkeit sei* in die Zeitalter der Zeitalter! Amen.
6Ich wundere mich, daß ihr so schnell von dem, der euch in der* Gnade Christi berufen hat, zu einem anderen* Evangelium umwendet*, 7welches kein anderes ist; nur daß etliche sind, die euch verwirren und das Evangelium des Christus verkehren wollen. 8Aber wenn auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch ⟨etwas⟩ als Evangelium verkündigte außer dem, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht! 9Wie wir zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wiederum: Wenn jemand euch ⟨etwas⟩ als Evangelium verkündigt außer dem, was ihr empfangen habt: er sei verflucht! 10Denn suche ich jetzt Menschen zufrieden zu stellen, oder Gott? oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Knecht nicht.
11Ich tue euch aber kund, Brüder, daß das Evangelium, welches von mir verkündigt worden, nicht nach dem Menschen* ist. 12Denn ich habe es weder von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch Offenbarung Jesu Christi. 13Denn ihr habt von meinem ehemaligen Wandel in dem Judentum gehört, daß ich die Versammlung Gottes über die Maßen verfolgte und sie zerstörte, 14und in dem Judentum zunahm über viele Altersgenossen in meinem Geschlecht, indem ich übermäßig ein Eiferer war für meine väterlichen Überlieferungen. 15Als es aber Gott*, der mich von meiner Mutter Leibe an abgesondert und durch seine Gnade berufen hat, wohlgefiel, 16seinen Sohn in mir zu offenbaren, auf daß ich ihn unter den Nationen verkündigte*, ging ich alsbald nicht mit Fleisch und Blut zu Rate, 17und ging auch nicht hinauf nach Jerusalem zu denen, ⟨die⟩ vor mir Apostel ⟨waren⟩ , sondern ich ging fort nach Arabien und kehrte wiederum nach Damaskus zurück. 18Darauf, nach drei Jahren, ging ich nach Jerusalem hinauf, um Kephas kennen zu lernen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm. 19Ich sah aber keinen anderen der Apostel, außer Jakobus, den Bruder des Herrn. 20Was ich euch aber schreibe, siehe, vor Gott! ich lüge nicht. 21Darauf kam ich in die Gegenden von Syrien und Cilicien. 22Ich war aber den Versammlungen von Judäa, die in Christo sind, von Angesicht unbekannt; 23sie hatten aber nur gehört: Der, welcher uns einst verfolgte, verkündigt jetzt den Glauben, den er einst zerstörte. 24Und sie verherrlichten Gott an mir.
1Darauf, nach Verlauf von vierzehn Jahren, zog ich wieder nach Jerusalem hinauf mit Barnabas und nahm auch Titus mit. 2Ich zog aber hinauf zufolge einer Offenbarung und legte ihnen das Evangelium vor, das ich unter den Nationen predige, im Besonderen* aber den Angesehenen, damit ich nicht etwa vergeblich laufe oder gelaufen wäre; 3(aber auch Titus, der bei mir war, wurde, obwohl er ein Grieche war, nicht gezwungen, sich beschneiden zu lassen;) 4 ⟨es war⟩ aber der nebeneingeführten falschen Brüder wegen, die nebeneingekommen waren, um unsere Freiheit auszukundschaften, welche wir in Christo Jesu haben, auf daß sie uns in Knechtschaft brächten; 5denen wir auch nicht eine Stunde durch Unterwürfigkeit nachgegeben haben, auf daß die Wahrheit des Evangeliums bei euch verbliebe. 6Von denen aber, die in Ansehen standen, – was irgend sie auch waren, das macht keinen Unterschied für mich, Gott nimmt keines Menschen Person an, – denn mir haben die Angesehenen nichts hinzugefügt*; 7sondern im Gegenteil, als sie sahen, daß mir das Evangelium der Vorhaut anvertraut war, gleichwie Petrus das der Beschneidung, 8(denn der, welcher in Petrus für das Apostelamt* der Beschneidung gewirkt hat, hat auch in mir in Bezug auf* die Nationen gewirkt,) 9und als sie die Gnade erkannten, die mir gegeben ist, gaben Jakobus und Kephas und Johannes, die als Säulen angesehen wurden, mir und Barnabas die Rechte* der Gemeinschaft, auf daß wir unter die Nationen, sie aber unter die Beschneidung ⟨gingen⟩ ; 10nur daß wir der Armen eingedenk wären, dessen ich mich auch befleißigt habe, also zu tun.
11Als aber Kephas nach Antiochien kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, weil er dem Urteil verfallen war. 12Denn bevor etliche von Jakobus kamen, hatte er mit ⟨denen aus⟩ den Nationen gegessen; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, da er sich vor denen aus der Beschneidung fürchtete. 13Und mit ihm heuchelten auch die übrigen Juden, so daß selbst Barnabas durch ihre Heuchelei mit fortgerissen wurde. 14Als ich aber sah, daß sie nicht den geraden Weg nach der Wahrheit des Evangeliums wandelten, sprach ich zu Kephas vor allen: Wenn du, der du ein Jude bist, wie die Nationen lebst und nicht wie die Juden, wie zwingst du denn die Nationen jüdisch zu leben? 15Wir, von Natur Juden und nicht Sünder aus ⟨den⟩ Nationen, 16aber wissend, daß der Mensch nicht aus* Gesetzes Werken gerechtfertigt wird, sondern nur durch den Glauben an Jesum Christum*, auch wir haben an Christum Jesum geglaubt, auf daß wir aus* Glauben an Christum* gerechtfertigt würden, und nicht aus Gesetzes Werken, weil aus Gesetzes Werken kein Fleisch gerechtfertigt werden wird. 17Wenn wir aber, indem wir in Christo gerechtfertigt zu werden suchen, auch selbst als Sünder erfunden worden sind – ist denn* Christus ein Diener der Sünde? Das sei ferne! 18Denn wenn ich das, was ich abgebrochen habe, wiederum aufbaue, so stelle ich mich selbst als Übertreter dar. 19Denn ich bin durchs Gesetz ⟨dem⟩ Gesetz gestorben, auf daß ich Gott lebe; 20ich bin mit Christo gekreuzigt; und nicht mehr lebe ich*, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt lebe im Fleische, lebe ich durch Glauben, ⟨durch⟩ den an den Sohn Gottes*, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. 21Ich mache die Gnade Gottes nicht ungültig; denn wenn Gerechtigkeit durch Gesetz ⟨kommt⟩ , dann ist Christus umsonst gestorben.
1O unverständige Galater! wer hat euch bezaubert, denen Jesus Christus, als [unter euch] gekreuzigt, vor Augen gemalt wurde? 2Dies allein will ich von euch lernen: Habt ihr den Geist aus* Gesetzes Werken empfangen, oder aus der Kunde* des Glaubens? 3Seid ihr so unverständig? Nachdem ihr im Geiste angefangen habt, wollt ihr jetzt im Fleische vollenden*? 4Habt ihr so vieles vergeblich gelitten? wenn es ja auch vergeblich ist. 5Der euch nun den Geist darreicht und Wunderwerke unter euch wirkt, ⟨ist es⟩ aus Gesetzes Werken, oder aus der Kunde des Glaubens? 6Gleichwie Abraham Gott glaubte und es ihm zur Gerechtigkeit gerechnet wurde.* 7Erkennet denn, daß die aus* Glauben sind, diese sind Abrahams Söhne. 8Die Schrift aber, voraussehend, daß Gott die Nationen aus Glauben rechtfertigen würde, verkündigte dem Abraham die gute Botschaft zuvor: „In dir werden gesegnet werden alle Nationen“.* 9Also werden die, welche aus Glauben sind, mit dem gläubigen Abraham gesegnet. 10Denn so viele aus Gesetzes Werken sind, sind unter dem Fluche; denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buche des Gesetzes geschrieben ist, um es zu tun!“* 11Daß aber durch* Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar, „denn der Gerechte wird aus Glauben leben“.* 12Das Gesetz aber ist nicht aus Glauben, sondern: „Wer diese Dinge getan hat, wird durch sie leben“.* 13Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist; (denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der am Holze hängt!“*) 14auf daß der Segen Abrahams in Christo Jesu zu den Nationen käme, auf daß wir die Verheißung des Geistes empfingen durch den Glauben.
15Brüder! ich rede nach Menschen ⟨weise⟩ ; selbst eines Menschen Bund, der bestätigt ist, hebt niemand auf oder verordnet ⟨etwas⟩ hinzu. 16Dem Abraham aber waren die Verheißungen zugesagt und seinem Samen. Er sagt nicht: „und den Samen“, als von vielen, sondern als von einem: „und deinem Samen“,* welcher Christus ist. 17Dieses aber sage ich: Einen vorher von Gott bestätigten Bund macht das vierhundertunddreißig Jahre danach entstandene Gesetz nicht ungültig, um die Verheißung aufzuheben. 18Denn wenn die Erbschaft aus* Gesetz ist, so nicht mehr aus* Verheißung; dem Abraham aber hat Gott sie durch Verheißung geschenkt. 19Warum nun das Gesetz? Es wurde der Übertretungen wegen hinzugefügt, (bis der Same käme, dem die Verheißung gemacht war,) angeordnet durch Engel in der Hand eines Mittlers. 20Ein* Mittler aber ist nicht ⟨Mittler⟩ von einem; Gott aber ist einer.
21Ist denn das Gesetz wider die Verheißungen Gottes? Das sei ferne! Denn wenn ein Gesetz gegeben worden wäre, das lebendig zu machen vermöchte, dann wäre wirklich die Gerechtigkeit aus* Gesetz. 22Die Schrift aber hat alles unter ⟨die⟩ Sünde eingeschlossen, auf daß die Verheißung aus* Glauben an Jesum Christum* denen gegeben würde, die da glauben. 23Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter ⟨dem⟩ Gesetz verwahrt, eingeschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte. 24Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum hin, auf daß wir aus* Glauben gerechtfertigt würden. 25Da aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Zuchtmeister; 26denn ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben an Christum Jesum*. 27Denn so viele euer auf Christum getauft worden sind, ihr habt Christum angezogen. 28Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Weib*; denn ihr alle seid einer in Christo Jesu. 29Wenn ihr aber Christi seid, so seid ihr denn Abrahams Same ⟨und⟩ nach Verheißung Erben.
1Ich sage aber: So lange der Erbe unmündig ist, unterscheidet er sich in nichts von einem Knechte*, wiewohl er Herr ist von allem; 2sondern er ist unter Vormündern und Verwaltern bis zu der vom Vater festgesetzten Frist. 3Also auch wir, als wir Unmündige waren, waren wir geknechtet unter die Elemente der Welt; 4als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, geboren* von einem Weibe, geboren* unter Gesetz, 5auf daß er die, ⟨welche⟩ unter Gesetz ⟨waren⟩ , loskaufte, auf daß wir die Sohnschaft empfingen. 6Weil ihr aber Söhne seid, so hat Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen gesandt, der da ruft: Abba, Vater! 7Also bist du nicht mehr Knecht*, sondern Sohn; wenn aber Sohn, so auch Erbe durch Gott. 8Aber damals freilich, als ihr Gott nicht kanntet, dientet ihr denen*, die von Natur nicht Götter sind*; 9jetzt aber, da ihr Gott erkannt habt, vielmehr aber von Gott erkannt worden seid, wie wendet ihr wieder um zu den schwachen und armseligen Elementen, denen ihr wieder von neuem dienen* wollt? 10Ihr beobachtet Tage und Monate und Zeiten und Jahre. 11Ich fürchte um euch, ob ich nicht etwa vergeblich an* euch gearbeitet habe.
12Seid wie ich, denn auch ich bin wie ihr, Brüder, ich bitte euch; ihr habt mir nichts zuleide* getan. 13Ihr wisset aber, daß ich in Schwachheit des Fleisches euch ehedem* das Evangelium verkündigt habe; 14und meine Versuchung*, die in meinem Fleische war, habt ihr nicht verachtet, noch verabscheut, sondern wie einen Engel Gottes nahmet ihr mich auf, wie Christum Jesum. 15Was ⟨war⟩ denn eure Glückseligkeit? Denn ich gebe euch Zeugnis, daß ihr, wenn möglich, eure Augen ausgerissen und mir gegeben hättet. 16Bin ich also euer Feind geworden, weil ich euch die Wahrheit sage? 17Sie eifern um euch nicht gut, sondern sie wollen euch ausschließen*, auf daß ihr um sie eifert. 18Es ist aber gut, allezeit im Guten zu eifern, und nicht allein wenn ich bei euch gegenwärtig bin. 19Meine Kindlein, um die ich abermals Geburtswehen habe, bis Christus in euch gestaltet worden ist; 20ich wünschte aber jetzt bei euch gegenwärtig zu sein und meine Stimme umzuwandeln, denn ich bin eurethalben in Verlegenheit.
21Saget mir, die ihr unter Gesetz sein wollt, höret ihr das Gesetz nicht? 22Denn es steht geschrieben, daß Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Magd und einen von der Freien; 23aber der von der Magd war nach dem Fleische geboren, der aber von der Freien durch die Verheißung, 24was einen bildlichen Sinn hat; denn diese sind zwei Bündnisse: eines vom Berge Sinai, das zur Knechtschaft* gebiert, welches Hagar ist. 25Denn Hagar ist der Berg Sinai in Arabien, entspricht aber dem jetzigen Jerusalem, denn sie ist mit ihren Kindern in Knechtschaft*; 26aber das Jerusalem droben ist frei, welches unsere Mutter ist. 27Denn es steht geschrieben: „Sei fröhlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierst; brich ⟨in Jubel⟩ aus und schreie, die du keine Geburtswehen hast! denn die Kinder der Einsamen sind zahlreicher als derjenigen, die den Mann hat“.* 28Ihr aber, Brüder, seid, gleichwie* Isaak, Kinder der Verheißung. 29Aber so wie damals der nach dem Fleische Geborene den nach dem Geiste ⟨Geborenen⟩ verfolgte, also auch jetzt. 30Aber was sagt die Schrift? „Stoße hinaus die Magd und ihren Sohn; denn der Sohn der Magd soll nicht erben mit dem Sohne der Freien.“* 31Also, Brüder, sind wir nicht Kinder der Magd, sondern der Freien.
1Für die* Freiheit hat Christus uns freigemacht; stehet nun fest und lasset euch nicht wiederum unter einem Joche der Knechtschaft* halten. 2Siehe, ich, Paulus, sage euch, daß, wenn ihr beschnitten werdet, Christus euch nichts nützen wird. 3Ich bezeuge aber wiederum jedem Menschen, der beschnitten wird, daß er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist. 4Ihr seid abgetrennt von dem Christus*, so viele ihr im Gesetz gerechtfertigt werdet; ihr seid aus der Gnade gefallen. 5Denn wir erwarten durch ⟨den⟩ Geist aus* Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit. 6Denn in Christo Jesu vermag weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirkt. 7Ihr liefet gut; wer hat euch aufgehalten, daß ihr der Wahrheit nicht gehorchet? 8Die Überredung ist nicht von dem, der euch beruft. 9Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. 10Ich habe Vertrauen zu euch im Herrn, daß ihr nicht anders gesinnt sein werdet; wer euch aber verwirrt, wird das Urteil tragen, wer er auch sei.
11Ich aber, Brüder, wenn ich noch Beschneidung predige, was werde ich noch verfolgt? Dann ist ja das Ärgernis des Kreuzes hinweggetan. 12Ich wollte, daß sie sich auch abschnitten*, die euch aufwiegeln!
13Denn ihr seid zur Freiheit berufen worden, Brüder; allein ⟨gebrauchet⟩ nicht die Freiheit zu einem Anlaß für das Fleisch, sondern durch die Liebe dienet einander. 14Denn das ganze Gesetz ist in einem Worte erfüllt, in dem: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“.* 15Wenn ihr aber einander beißet und fresset, so sehet zu, daß ihr nicht voneinander verzehrt werdet.
16Ich sage aber: Wandelt im Geiste*, und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht vollbringen. 17Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, der Geist aber wider das Fleisch; diese aber sind einander entgegengesetzt, auf daß ihr nicht das tuet, was ihr wollt. 18Wenn ihr aber durch den Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter Gesetz. 19Offenbar aber sind die Werke des Fleisches, welche sind: Hurerei, Unreinigkeit, Ausschweifung, 20Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Sekten, 21Neid, Totschlag, Trunkenheit, Gelage* und dergleichen, von denen ich euch vorhersage, gleichwie ich auch vorhergesagt habe, daß, die solches tun, das Reich Gottes nicht ererben werden. 22Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit*; 23wider solche gibt es kein Gesetz. 24Die aber des Christus sind haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. 25Wenn wir durch den Geist leben, so laßt uns auch durch den Geist wandeln. 26Laßt uns nicht eitler Ehre geizig sein, indem wir einander herausfordern, einander beneiden.
1Brüder! wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt würde, so bringet ihr, die Geistlichen, einen solchen wieder zurecht im Geiste der Sanftmut, indem du auf dich selbst siehst, daß nicht auch du versucht werdest. 2Einer trage des anderen Lasten, und also erfüllet* das Gesetz des Christus*. 3Denn wenn jemand meint, etwas zu sein, da er doch nichts ist, so betrügt* er sich selbst. 4Ein jeder aber prüfe sein eigenes Werk, und dann wird er an* sich selbst allein und nicht an* dem anderen Ruhm haben; 5denn ein jeder wird seine eigene Last tragen.
6Wer in dem Worte unterwiesen wird, teile aber von allerlei Gutem* dem mit, der ⟨ihn⟩ unterweist.
7Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten! denn was irgend ein Mensch sät, das wird er auch ernten. 8Denn wer für sein eigenes Fleisch sät, wird von dem Fleische Verderben ernten; wer aber für den Geist sät, wird von dem Geiste ewiges Leben ernten. 9Laßt uns aber im Gutestun nicht müde* werden, denn zu seiner* Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten. 10Also nun, wie wir Gelegenheit haben, laßt uns das Gute wirken gegen alle, am meisten aber gegen die Hausgenossen des Glaubens.
11Sehet, welch einen langen Brief* ich euch geschrieben habe mit eigener Hand! 12So viele im Fleische wohl angesehen sein wollen, die nötigen euch beschnitten zu werden, nur auf daß sie nicht um des Kreuzes Christi willen verfolgt werden. 13Denn auch sie, die beschnitten sind, beobachten selbst das Gesetz nicht, sondern sie wollen, daß ihr beschnitten werdet, auf daß sie sich eures Fleisches* rühmen. 14Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes* unseres Herrn Jesu Christi, durch welchen* mir die Welt gekreuzigt ist, und ich der Welt. 15Denn weder Beschneidung noch Vorhaut ist etwas, sondern eine neue Schöpfung. 16Und so viele nach dieser Richtschnur wandeln werden – Friede über sie und Barmherzigkeit, und über den Israel Gottes!
17Hinfort* mache mir keiner Mühe, denn ich trage die Malzeichen* [des Herrn] Jesu an meinem Leibe. 18Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi sei mit eurem Geiste, Brüder! Amen.
1Paulus, Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, den Heiligen und Treuen in Christo Jesu, die in Ephesus sind: 2Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesu Christo!
3Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen ⟨Örtern⟩ in Christo, 4wie er uns auserwählt hat in ihm vor Grundlegung der Welt, daß wir heilig und tadellos seien vor ihm in Liebe; 5und uns zuvorbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesum Christum für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, worin er uns begnadigt hat* in dem Geliebten, 7in welchem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade, 8welche er gegen uns hat überströmen lassen in aller Weisheit und Einsicht, 9indem er uns kundgetan hat das Geheimnis seines Willens nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgesetzt hat in sich selbst 10für die Verwaltung* der Fülle der Zeiten: alles unter ein Haupt zusammen zu bringen in dem Christus, das was in den Himmeln und das was auf der Erde ist, in ihm, 11in welchem wir auch ein Erbteil erlangt haben*, die wir zuvorbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Rate seines Willens, 12damit wir zum Preise seiner Herrlichkeit seien, die wir zuvor auf den Christus gehofft haben; 13auf welchen auch ihr ⟨gehofft⟩ *, nachdem ihr gehört habt das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils, in welchem ihr auch, nachdem ihr geglaubt habt, versiegelt worden seid mit dem Heiligen Geiste der Verheißung, 14welcher das Unterpfand unseres Erbes ist, zur* Erlösung des erworbenen Besitzes, zum Preise seiner Herrlichkeit.
15Weshalb auch ich, nachdem ich gehört habe von dem Glauben an den Herrn Jesum, ⟨der⟩ in euch ⟨ist⟩ , und von der Liebe, die ⟨ihr⟩ zu allen Heiligen ⟨habt⟩ , 16nicht aufhöre, für euch zu danken, [euer] erwähnend in meinen Gebeten, 17auf daß der Gott unseres Herrn Jesu Christi, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe ⟨den⟩ Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner ⟨selbst⟩ , 18damit ihr, erleuchtet an den Augen eures Herzens, wisset, welches die Hoffnung seiner Berufung ist, [und] welches der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen, 19und welches die überschwengliche Größe seiner Kraft an* uns, den Glaubenden, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke, 20in welcher* er gewirkt hat in dem Christus, indem er ihn aus ⟨den⟩ Toten auferweckte; (und er setzte ihn zu seiner Rechten in den himmlischen ⟨Örtern⟩ , 21über jedes Fürstentum und ⟨jede⟩ Gewalt und Kraft und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in diesem Zeitalter, sondern auch in dem zukünftigen, 22und hat alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Versammlung gegeben, 23welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt;)
1auch euch, die ihr tot waret in euren Vergehungen und Sünden, 2in welchen ihr einst wandeltet nach dem Zeitlauf dieser Welt, nach dem Fürsten der Gewalt der Luft, des Geistes, der jetzt wirksam ist in den Söhnen des Ungehorsams; 3unter welchen auch wir einst alle unseren Verkehr hatten in den Lüsten unseres Fleisches, indem wir den Willen* des Fleisches und der Gedanken taten und von Natur Kinder des Zorns waren, wie auch die übrigen. 4Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, wegen seiner vielen Liebe, womit er uns geliebt hat, 5als auch wir in den Vergehungen tot waren, hat uns mit dem Christus lebendig gemacht, – durch Gnade seid ihr errettet, – 6und hat ⟨uns⟩ mitauferweckt und mitsitzen lassen in den himmlischen ⟨Örtern⟩ in Christo Jesu, 7auf daß er in den kommenden Zeitaltern den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade in Güte gegen uns erwiese in Christo Jesu. 8Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst ⟨des⟩ Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; 9nicht aus Werken, auf daß niemand sich rühme. 10Denn wir sind sein Werk*, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, auf daß wir in ihnen wandeln sollen.
11Deshalb seid eingedenk, daß ihr, einst die Nationen im Fleische, welche Vorhaut genannt werden von der sogenannten Beschneidung, die im Fleische mit Händen geschieht, 12daß ihr zu jener Zeit ohne* Christum waret, entfremdet dem Bürgerrecht Israels, und Fremdlinge betreffs der Bündnisse der Verheißung, keine Hoffnung habend, und ohne Gott* in der Welt. 13Jetzt aber, in Christo Jesu, seid ihr, die ihr einst ferne waret, durch das Blut des Christus nahe geworden. 14Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht und abgebrochen hat die Zwischenwand der Umzäunung, 15nachdem er in seinem Fleische die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, hinweggetan hatte, auf daß er die zwei, Frieden stiftend, in sich selbst zu einem neuen Menschen schüfe, 16und die beiden in einem Leibe mit Gott versöhnte durch das Kreuz, nachdem er durch dasselbe die Feindschaft getötet hatte. 17Und er kam und verkündigte* Frieden, euch, den Fernen, und Frieden den Nahen. 18Denn durch ihn haben wir beide den Zugang durch einen Geist zu dem Vater. 19Also seid ihr denn nicht mehr Fremdlinge und ohne Bürgerrecht*, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, 20aufgebaut auf die Grundlage der Apostel und Propheten, indem Jesus Christus selbst Eckstein ist, 21in welchem der ganze Bau, wohl zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, 22in welchem auch ihr mitaufgebaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geiste.
1Dieserhalb ich, Paulus, der Gefangene* Christi Jesu für euch, die Nationen, – 2(wenn ihr anders gehört habt von der Verwaltung der Gnade Gottes, die mir in Bezug auf euch gegeben ist, 3daß mir durch Offenbarung das Geheimnis kundgetan worden, (wie ich es zuvor in kurzem beschrieben habe, 4woran ihr im Lesen merken könnt mein Verständnis in dem Geheimnis des Christus), 5welches in anderen Geschlechtern den Söhnen der Menschen nicht kundgetan worden, wie es jetzt geoffenbart worden ist seinen heiligen Aposteln und Propheten im Geiste*: 6daß die ⟨aus den⟩ Nationen Miterben seien und Miteinverleibte* und Mitteilhaber [seiner] Verheißung in Christo Jesu durch das Evangelium, 7dessen Diener ich geworden bin nach der Gabe der Gnade Gottes, die mir gegeben ist nach der Wirksamkeit seiner Kraft. 8Mir, dem allergeringsten von allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden, [unter] den Nationen den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verkündigen*, 9und alle zu erleuchten, welches die Verwaltung des Geheimnisses sei, das von den Zeitaltern* her verborgen war in Gott, der alle Dinge geschaffen hat; 10auf daß jetzt den Fürstentümern und den Gewalten in den himmlischen ⟨Örtern⟩ durch die Versammlung kundgetan werde die gar mannigfaltige Weisheit Gottes, 11nach dem Vorsatz der Zeitalter*, den er gefaßt hat in Christo Jesu, unserem Herrn; 12in welchem wir die Freimütigkeit haben und den Zugang in Zuversicht durch den Glauben an ihn. 13Deshalb bitte ich, nicht mutlos zu werden durch meine Drangsale für euch, welche eure Ehre sind*. 14Dieserhalb beuge ich meine Kniee vor dem Vater [unseres Herrn Jesu Christi], 15von welchem jede Familie in den Himmeln und auf Erden benannt wird, 16auf daß er euch gebe, nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit mit Kraft gestärkt zu werden durch seinen Geist an dem inneren Menschen; 17daß der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, indem ihr in Liebe gewurzelt und gegründet seid, 18auf daß ihr völlig zu erfassen vermöget mit allen Heiligen, welches die Breite und Länge und Tiefe und Höhe sei, 19und zu erkennen die die Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus, auf daß ihr erfüllt sein möget zu der ganzen Fülle Gottes. 20Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als was wir erbitten oder erdenken, nach der Kraft, die in uns wirkt, 21ihm sei die Herrlichkeit in der Versammlung in Christo Jesu, auf alle Geschlechter des Zeitalters der Zeitalter hin! Amen.) –
1Ich ermahne euch nun, ich, der Gefangene* im Herrn, daß ihr würdig wandelt der Berufung, mit* welcher ihr berufen worden seid, 2mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut, einander ertragend in Liebe, 3euch befleißigend, die Einheit des Geistes zu bewahren in dem Bande* des Friedens. 4 ⟨Da ist⟩ ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen worden seid in einer Hoffnung eurer Berufung. 5Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, 6ein Gott und Vater aller, der ⟨da ist⟩ über allen* und durch alle* und in uns allen. 7Jedem einzelnen aber von uns ist die Gnade gegeben worden nach dem Maße der Gabe des Christus. 8Darum sagt er: „Hinaufgestiegen in die Höhe, hat er die Gefangenschaft gefangen geführt und den Menschen Gaben gegeben“.* 9Das aber: Er ist hinaufgestiegen, was ist es anders, als daß er auch hinabgestiegen ist in die unteren Teile der Erde? 10Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, auf daß er alles erfüllte. 11Und er hat die einen gegeben ⟨als⟩ Apostel, und andere ⟨als⟩ Propheten, und andere ⟨als⟩ Evangelisten, und andere ⟨als⟩ Hirten und Lehrer, 12zur Vollendung der Heiligen: für das Werk des Dienstes, für die Auferbauung des Leibes Christi*, 13bis wir alle hingelangen zu der Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zu dem erwachsenen Manne, zu dem Maße des vollen Wuchses der Fülle des Christus; 14auf daß wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Winde der Lehre, ⟨die da kommt⟩ durch die Betrügerei der Menschen, durch ⟨ihre⟩ Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum*; 15sondern die Wahrheit festhaltend* in Liebe, laßt uns heranwachsen in allem, zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus, 16aus welchem der ganze Leib, wohl zusammengefügt und verbunden durch jedes Gelenk der Darreichung, nach der Wirksamkeit in dem Maße jedes einzelnen Teiles, für sich das Wachstum des Leibes bewirkt zu seiner Selbstauferbauung in Liebe.
17Dieses nun sage und bezeuge ich im Herrn, daß ihr nicht mehr wandelt, wie auch die [übrigen] Nationen wandeln, in Eitelkeit ihres Sinnes, 18verfinstert am Verstande, entfremdet dem Leben Gottes wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verstockung* ihres Herzens, 19welche, da sie alle Empfindlichkeit verloren, sich selbst der Ausschweifung hingegeben haben, alle Unreinigkeit mit Gier* auszuüben.
20Ihr aber habt den Christus nicht also gelernt, 21wenn ihr anders ihn gehört habt und in ihm gelehrt worden seid, wie ⟨die⟩ Wahrheit in dem Jesus ist: 22daß ihr, was den früheren Lebenswandel betrifft, abgelegt habt den alten Menschen, der nach den betrügerischen Lüsten verdorben wird*, 23aber erneuert werdet in dem Geiste eurer Gesinnung, 24und angezogen habt den neuen Menschen, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit*.
25Deshalb, da ihr die Lüge* abgelegt habt, redet Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, denn wir sind Glieder voneinander. 26Zürnet, und sündiget nicht. Die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn, 27und gebet nicht Raum dem Teufel. 28Wer gestohlen hat*, stehle nicht mehr, sondern arbeite vielmehr und wirke mit seinen Händen das Gute, auf daß er dem Dürftigen mitzuteilen habe. 29Keine faule* Rede gehe aus eurem Munde, sondern die irgend gut ist zur notwendigen* Erbauung, auf daß es den Hörenden Gnade darreiche. 30Und betrübet nicht den Heiligen Geist Gottes, durch welchen ihr versiegelt worden seid auf den Tag der Erlösung. 31Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan, samt aller Bosheit. 32Seid aber gegeneinander gütig, mitleidig, einander vergebend*, gleichwie auch Gott in Christo euch vergeben* hat.
1Seid nun Nachahmer Gottes, als geliebte Kinder, 2und wandelt in Liebe, gleichwie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch.
3Hurerei aber und alle Unreinigkeit oder Habsucht* werde nicht einmal unter euch genannt, gleichwie es Heiligen geziemt; 4auch Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzelei, welche sich nicht geziemen, sondern vielmehr Danksagung. 5Denn dieses wisset und erkennet ihr*, daß kein Hurer oder Unreiner oder Habsüchtiger*, (welcher ein Götzendiener ist), ein Erbteil hat in dem Reiche Christi und Gottes. 6Niemand verführe euch mit eitlen* Worten, denn dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. 7Seid nun nicht ihre Mitgenossen. 8Denn einst waret ihr Finsternis, jetzt aber ⟨seid ihr⟩ Licht in ⟨dem⟩ Herrn; wandelt als Kinder des Lichts, 9(denn die Frucht des Lichts ⟨besteht⟩ in aller Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit,) 10indem ihr prüfet was dem Herrn wohlgefällig ist. 11Und habet nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, vielmehr aber strafet sie auch*; 12denn was heimlich von ihnen geschieht, ist schändlich selbst zu sagen. 13Alles aber was bloßgestellt* wird, wird durch das Licht offenbar gemacht*; denn das Licht ist es, welches alles offenbar macht*. 14Deshalb sagt er: Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, und der Christus wird dir leuchten! 15Sehet nun zu, wie ihr sorgfältig wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise, 16die gelegene Zeit auskaufend, denn die Tage sind böse. 17Darum seid nicht töricht, sondern verständig, was der Wille des Herrn sei. 18Und berauschet euch nicht mit Wein, in welchem Ausschweifung ist, sondern seid mit dem Geiste erfüllt, 19redend zueinander* in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern, singend und spielend dem Herrn in* eurem Herzen, 20danksagend allezeit für alles dem Gott und Vater im Namen unseres Herrn Jesu Christi, 21einander unterwürfig in der Furcht Christi.
22Ihr Weiber, [seid unterwürfig] euren eigenen Männern, als dem Herrn. 23Denn der Mann ist das Haupt des Weibes, wie auch der Christus das Haupt der Versammlung ist; er ist des Leibes Heiland. 24Aber gleichwie die Versammlung dem Christus unterworfen ist, also auch die Weiber ihren Männern in allem. 25Ihr Männer, liebet eure Weiber, gleichwie auch der Christus die Versammlung geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, 26auf daß er sie heiligte, sie reinigend* durch die Waschung mit Wasser durch das Wort, 27auf daß er die Versammlung sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei. 28Also sind auch die Männer schuldig, ihre* Weiber zu lieben wie* ihre eigenen Leiber. Wer sein* Weib liebt, liebt sich selbst. 29Denn niemand hat jemals sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie auch der Christus die Versammlung. 30Denn wir sind Glieder seines Leibes, [von seinem Fleische und von seinen Gebeinen]. 31„Deswegen wird ein Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und die zwei werden ein* Fleisch sein.“* 32Dieses Geheimnis ist groß; ich aber sage es in Bezug auf Christum und auf die Versammlung. 33Doch auch ihr, ein jeder von euch liebe sein Weib also wie sich selbst; das Weib aber, daß sie den Mann fürchte.
1Ihr Kinder, gehorchet euren Eltern im Herrn, denn das ist recht. 2„Ehre deinen Vater und deine Mutter“, welches das erste Gebot mit Verheißung ist, 3„auf daß es dir wohlgehe und du lange lebest auf der Erde.“* 4Und ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Ermahnung ⟨des⟩ Herrn.
5Ihr Knechte*, gehorchet euren Herren nach dem Fleische mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, als dem Christus; 6nicht mit Augendienerei, als Menschengefällige, sondern als Knechte* Christi, indem ihr den Willen Gottes von Herzen tut, 7 ⟨und⟩ mit Gutwilligkeit dienet, als dem Herrn und nicht den Menschen, 8da ihr wisset, daß, was irgend ein jeder Gutes tun wird, er dies vom Herrn empfangen wird, er sei Sklave oder Freier. 9Und ihr Herren, tut dasselbe gegen sie und lasset das Drohen, da ihr wisset, daß sowohl ihr als euer Herr in den Himmeln ist, und daß bei ihm kein Ansehen der Person ist.
10Übrigens, Brüder, seid stark in ⟨dem⟩ Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11Ziehet an die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr zu bestehen vermöget wider die Listen des Teufels. 12Denn unser Kampf ist nicht wider Fleisch und Blut*, sondern wider die Fürstentümer, wider die Gewalten, wider die Weltbeherrscher dieser Finsternis, wider die geistlichen ⟨Mächte⟩ der Bosheit in den himmlischen ⟨Örtern⟩ . 13Deshalb nehmet* die ganze Waffenrüstung Gottes, auf daß ihr an dem bösen Tage zu widerstehen und, nachdem ihr alles ausgerichtet* habt, zu stehen vermöget. 14Stehet nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustharnisch der Gerechtigkeit, 15und beschuht an den Füßen mit der Bereitschaft des* Evangeliums des Friedens, 16indem ihr über ⟨das⟩ alles ergriffen habt den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auszulöschen vermöget alle feurigen* Pfeile des Bösen. 17Nehmet* auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches Gottes Wort ist; 18zu aller Zeit betend mit allem Gebet und Flehen in ⟨dem⟩ Geiste, und eben hierzu wachend in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen, 19und für mich, auf daß mir Rede verliehen werde im Auftun meines Mundes, um mit Freimütigkeit kundzutun das Geheimnis des Evangeliums, 20(für welches ich ein Gesandter bin in Ketten*,) damit ich in demselben freimütig rede, wie ich reden soll.
21Auf daß aber auch ihr meine Umstände* wisset, wie es mir geht*, so wird Tychikus, der geliebte Bruder und treue Diener im Herrn, euch alles kundtun, 22den ich eben deshalb zu euch gesandt habe, auf daß ihr unsere Umstände wisset, und er eure Herzen tröste.
23Friede den Brüdern und Liebe mit Glauben von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesu Christo! 24Die Gnade mit allen denen, die unseren Herrn Jesum Christum lieben in Unverderblichkeit*!
1Paulus und Timotheus, Knechte Jesu Christi, allen Heiligen in Christo Jesu, die in Philippi sind, mit den Aufsehern und Dienern*: 2Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesu Christo!
3Ich danke meinem Gott bei aller meiner* Erinnerung an euch 4allezeit in jedem meiner Gebete*, indem ich für euch alle das Gebet mit Freuden tue, 5wegen eurer Teilnahme an* dem Evangelium vom ersten Tage an bis jetzt, 6indem ich eben dessen in guter Zuversicht bin, daß der, welcher ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollführen wird bis auf den Tag Jesu Christi. 7Wie es für mich recht ist, daß ich dies in betreff euer aller denke, weil ihr mich im Herzen habt, und daß, sowohl in meinen Banden, als auch in der Verantwortung* und Bestätigung des Evangeliums, ihr alle meine Mitteilnehmer der Gnade* seid. 8Denn Gott ist mein Zeuge, wie ich mich nach euch allen sehne mit dem Herzen Christi Jesu.
9Und um dieses bete ich, daß eure Liebe noch mehr und mehr überströme in Erkenntnis und aller Einsicht, 10damit ihr prüfen möget, was das Vorzüglichere sei, auf daß ihr lauter und unanstößig seid auf den Tag Christi, 11erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum ist, zur Herrlichkeit und zum Preise Gottes.
12Ich will aber, daß ihr wisset, Brüder, daß meine Umstände mehr zur Förderung des Evangeliums geraten sind, 13so daß meine Bande in Christo offenbar geworden sind* in dem ganzen Prätorium und allen anderen*, 14und daß die meisten der Brüder, indem sie im Herrn Vertrauen gewonnen haben durch meine Bande*, vielmehr sich erkühnen, das Wort Gottes zu reden ohne Furcht. 15Etliche zwar predigen Christum auch aus Neid und Streit, etliche aber auch aus gutem Willen. 16Diese aus Liebe, indem sie wissen, daß ich zur Verantwortung des Evangeliums gesetzt bin; 17jene, aus Streitsucht, verkündigen Christum* nicht lauter, indem sie meinen Banden Trübsal zu erwecken gedenken. 18Was denn? Wird doch auf alle Weise, sei es aus Vorwand oder in Wahrheit, Christus verkündigt, und darüber freue ich mich, ja, ich werde mich auch freuen; 19denn ich weiß, daß dies mir zur Seligkeit ausschlagen wird durch euer Gebet und durch Darreichung des Geistes Jesu Christi, 20nach meiner sehnlichen* Erwartung und Hoffnung, daß ich in nichts werde zu Schanden werden, sondern mit aller Freimütigkeit, wie allezeit, so auch jetzt Christus hoch erhoben werden wird an* meinem Leibe, sei es durch Leben oder durch Tod. 21Denn das Leben ist für mich Christus, und das Sterben Gewinn. 22Wenn aber das Leben im Fleische ⟨mein Los ist⟩ , das ist für mich der Mühe wert*, und was ich erwählen soll, weiß ich nicht*. 23Ich werde aber von beidem bedrängt, indem ich Lust habe, abzuscheiden und bei Christo zu sein, [denn] es ist weit* besser; 24das Bleiben aber im Fleische ist nötiger um euretwillen. 25Und in dieser Zuversicht* weiß ich, daß ich bleiben und mit und bei euch allen bleiben werde zu eurer Förderung und Freude im Glauben, 26auf daß euer Rühmen in Christo Jesu meinethalben überströme durch meine Wiederkunft zu euch. 27Wandelt* nur würdig des Evangeliums des Christus, auf daß, sei es daß ich komme und euch sehe, oder abwesend bin, ich von euch* höre, daß ihr feststehet in einem Geiste, indem ihr mit einer Seele mitkämpfet mit dem Glauben des Evangeliums, 28und in nichts euch erschrecken lasset von den Widersachern; was für sie ein Beweis des Verderbens ist, aber eures Heils*, und das von Gott. 29Denn euch ist es in Bezug auf Christum geschenkt worden, nicht allein an ihn zu glauben, sondern auch für ihn zu leiden, 30da ihr denselben Kampf habt, den ihr an mir gesehen und jetzt von* mir höret.
1Wenn ⟨es⟩ nun irgend eine Ermunterung ⟨gibt⟩ in Christo, wenn irgend einen Trost der Liebe, wenn irgend eine Gemeinschaft des Geistes, wenn irgend innerliche Gefühle und Erbarmungen, 2so erfüllet meine Freude, daß ihr einerlei gesinnt seid, dieselbe Liebe habend, einmütig, eines Sinnes, 3nichts aus Parteisucht* oder eitlem Ruhm ⟨tuend⟩ , sondern in der Demut einer den anderen höher achtend als sich selbst; 4ein jeder nicht auf das Seinige sehend, sondern ein jeder auch auf das der anderen. 5Denn diese Gesinnung sei in* euch, die auch in Christo Jesu war, 6welcher, da er in Gestalt Gottes war, es nicht für einen Raub achtete, Gott gleich zu sein, 7sondern sich selbst zu nichts machte* und Knechtsgestalt annahm, indem er in Gleichheit der Menschen geworden ist, 8und, in ⟨seiner⟩ Gestalt* wie ein Mensch erfunden, sich selbst erniedrigte, indem er gehorsam ward bis zum Tode, ja, zum Tode am Kreuze. 9Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm einen* Namen gegeben, der über jeden Namen ist, 10auf daß in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, 11und jede Zunge bekenne, daß Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.
12Daher, meine Geliebten, gleichwie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein als in meiner Gegenwart, sondern jetzt vielmehr in meiner Abwesenheit, bewirket* eure eigene Seligkeit* mit Furcht und Zittern; 13denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken, nach seinem Wohlgefallen. 14Tut alles ohne Murren und zweifelnde Überlegungen, 15auf daß ihr tadellos und lauter* seid, unbescholtene Kinder Gottes, inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter welchem ihr scheinet* wie Lichter* in der Welt, 16darstellend das Wort des Lebens, mir zum Ruhme auf den Tag Christi, daß ich nicht vergeblich gelaufen bin, noch auch vergeblich gearbeitet habe. 17Wenn ich aber auch als Trankopfer über das Opfer* und den Dienst eures Glaubens gesprengt werde, so freue ich mich und freue mich mit euch allen. 18Gleicherweise* aber freuet auch ihr euch und freuet euch mit mir.
19Ich hoffe aber in ⟨dem⟩ Herrn Jesu, Timotheus bald zu euch zu senden, auf daß auch ich gutes Mutes sei, wenn ich eure Umstände weiß. 20Denn ich habe niemanden gleichgesinnt, der von Herzen* für das Eure* besorgt sein wird; 21denn alle suchen das Ihrige, nicht das was Jesu Christi ist. 22Ihr kennet aber seine Bewährung, daß er, wie ein Kind dem Vater, mit mir gedient hat an dem Evangelium. 23Diesen nun hoffe ich sofort zu senden, wenn ich gesehen haben werde, wie es um mich steht. 24Ich vertraue aber im Herrn, daß auch ich selbst bald kommen werde. 25Ich habe es aber für nötig erachtet, Epaphroditus, meinen Bruder und Mitarbeiter und Mitstreiter, aber euren Abgesandten und Diener meiner Notdurft, zu euch zu senden; 26sintemal ihn sehnlich nach euch allen verlangte, und er sehr bekümmert war, weil ihr gehört hattet, daß er krank war. 27Denn er war auch krank, dem Tode nahe*; aber Gott hat sich über ihn erbarmt, nicht aber über ihn allein, sondern auch über mich, auf daß ich nicht Traurigkeit auf Traurigkeit hätte. 28Ich habe ihn nun desto eilender gesandt, auf daß ihr, wenn ihr ihn sehet, wieder froh werdet, und ich weniger betrübt sei. 29Nehmet ihn nun auf im Herrn mit aller Freude und haltet solche in Ehren; 30denn um des Werkes willen ist er dem Tode nahe gekommen, indem er sein Leben wagte, auf daß er den Mangel in eurem Dienste gegen mich ausfüllte.
1Übrigens, meine Brüder, freuet euch in ⟨dem⟩ Herrn! Euch dasselbe zu schreiben, ist mir nicht verdrießlich*, für euch aber ⟨ist es⟩ sicher. 2Sehet auf die Hunde, sehet auf die bösen Arbeiter, sehet auf die Zerschneidung. 3Denn wir sind die Beschneidung, die wir durch ⟨den⟩ Geist Gottes dienen* und uns Christi Jesu* rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen; 4wiewohl ich auch auf Fleisch Vertrauen habe*. Wenn irgend ein anderer sich dünkt, auf Fleisch zu vertrauen – ich noch mehr: 5Beschnitten* am achten Tage, vom Geschlecht Israel, vom Stamme Benjamin, Hebräer von Hebräern; was das Gesetz betrifft, ein Pharisäer; 6was den Eifer betrifft, ein Verfolger der Versammlung; was die Gerechtigkeit betrifft, die im Gesetz ist, tadellos erfunden*. 7Aber was irgend mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust geachtet; 8ja, wahrlich, ich achte auch alles für Verlust wegen der Vortrefflichkeit* der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe und es für Dreck achte, auf daß ich Christum gewinne 9und in ihm erfunden werde, indem ich nicht meine Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz ist, sondern die durch den Glauben an Christum* ist – die Gerechtigkeit aus Gott durch den* Glauben; 10um ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, indem ich seinem Tode gleichgestaltet werde, 11ob ich auf irgend eine Weise hingelangen möge zur Auferstehung* aus ⟨den⟩ Toten. 12Nicht daß ich es* schon ergriffen habe oder schon vollendet* sei; ich jage ⟨ihm⟩ aber nach, ob ich es auch ergreifen möge, indem* ich auch von Christo [Jesu] ergriffen bin. 13Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, es ergriffen zu haben; 14eines aber ⟨tue ich⟩ : Vergessend was dahinten, und mich ausstreckend nach dem, was vorn ist, jage ich, das Ziel anschauend*, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben* in Christo Jesu. 15So viele nun vollkommen sind, laßt uns also gesinnt sein; und wenn ihr etwas anders gesinnt seid, so wird euch Gott auch dies offenbaren. 16Doch wozu wir gelangt sind, ⟨laßt uns⟩ in denselben Fußstapfen* wandeln.
17Seid zusammen* meine Nachahmer, Brüder, und sehet hin auf die, welche also wandeln, wie ihr uns zum Vorbilde habt. 18Denn viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun aber auch mit Weinen sage, daß sie die Feinde des Kreuzes Christi sind: 19deren Ende Verderben, deren Gott der Bauch und ⟨deren⟩ Ehre in ihrer Schande ist, die auf das Irdische sinnen. 20Denn unser Bürgertum ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesum Christum als Heiland erwarten, 21der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird zur Gleichförmigkeit mit seinem Leibe der Herrlichkeit, nach der wirksamen Kraft, mit der er vermag, auch alle Dinge sich zu unterwerfen.
1Daher, meine geliebten und ersehnten Brüder, meine Freude und Krone, also stehet fest im Herrn, Geliebte! 2Die Evodia ermahne ich, und die Syntyche ermahne ich, einerlei gesinnt zu sein im Herrn. 3Ja, ich bitte auch dich, mein treuer Mitknecht*, stehe ihnen bei*, die an dem Evangelium mit mir gekämpft haben, auch mit Clemens und meinen übrigen Mitarbeitern, deren Namen im Buche des Lebens sind.
4Freuet euch in ⟨dem⟩ Herrn allezeit! wiederum will* ich sagen: Freuet euch! 5Laßt eure Gelindigkeit* kundwerden allen Menschen; der Herr ⟨ist⟩ nahe. 6Seid um nichts besorgt, sondern in allem lasset durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; 7und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und euren Sinn* bewahren in Christo Jesu. 8Übrigens, Brüder, alles was wahr, alles was würdig, alles was gerecht, alles was rein, alles was lieblich ⟨ist⟩ , alles was wohllautet, wenn ⟨es⟩ irgend eine Tugend und wenn ⟨es⟩ irgend ein Lob ⟨gibt⟩ , dieses erwäget. 9Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, dieses tut, und der Gott des Friedens wird mit euch sein.
10Ich habe mich aber im Herrn sehr gefreut, daß ihr endlich einmal wiederaufgelebt seid, an mich zu denken; wiewohl ihr auch ⟨meiner⟩ gedachtet, aber ihr hattet keine Gelegenheit. 11Nicht daß ich ⟨dies⟩ des Mangels halber sage; denn ich habe gelernt, worin ich bin, mich zu begnügen. 12Ich weiß sowohl erniedrigt zu sein, als ich weiß Überfluß zu haben; in jedem und in allem bin ich unterwiesen*, sowohl satt zu sein als zu hungern, sowohl Überfluß zu haben als Mangel zu leiden. 13Alles vermag ich in dem, der mich kräftigt. 14Doch habt ihr wohlgetan, daß ihr an meiner Drangsal teilgenommen habt. 15Ihr wisset aber auch, ihr Philipper, daß im Anfang des Evangeliums, als ich aus Macedonien wegging*, keine Versammlung mir mitgeteilt hat in Bezug auf* Geben und Empfangen, als nur ihr allein. 16Denn auch in Thessalonich habt ihr mir einmal und zweimal für meine Notdurft gesandt. 17Nicht daß ich die Gabe suche, sondern ich suche die Frucht, die überströmend sei für eure Rechnung. 18Ich habe aber alles in Fülle und habe Überfluß; ich bin erfüllt, da ich von Epaphroditus das von euch ⟨Gesandte⟩ empfangen habe, einen duftenden Wohlgeruch, ein angenehmes* Opfer*, Gott wohlgefällig. 19Mein Gott aber wird alle eure Notdurft erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christo Jesu. 20Unserem Gott und Vater aber sei die Herrlichkeit in die Zeitalter der Zeitalter! Amen.
21Grüßet jeden Heiligen in Christo Jesu. Es grüßen euch die Brüder, die bei mir sind. 22Es grüßen euch alle Heiligen und besonders die aus des Kaisers Hause. 23Die Gnade des Herrn Jesu Christi sei mit eurem Geiste! Amen.
1Paulus, Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen, und Timotheus, der Bruder, 2den heiligen und treuen Brüdern in Christo, die in Kolossä sind: Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, [und dem Herrn Jesu Christo]!
3Wir danken dem Gott und Vater unseres Herrn Jesu Christi allezeit, indem wir* für euch beten, 4nachdem wir gehört haben von eurem Glauben in Christo Jesu und der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt, 5wegen der Hoffnung, die für euch aufgehoben ist in den Himmeln, von welcher ihr zuvor gehört habt in dem Worte der Wahrheit des Evangeliums, 6das zu euch gekommen, so wie ⟨es⟩ auch in der ganzen Welt ⟨ist⟩ , und ist fruchtbringend und wachsend, wie auch unter* euch, von dem Tage an, da ihr es gehört und die Gnade Gottes in Wahrheit erkannt* habt; 7so wie ihr gelernt habt von Epaphras, unserem geliebten Mitknecht, der ein treuer Diener des Christus für euch ist, 8der uns auch eure Liebe im Geiste kundgetan hat.
9Deshalb hören auch wir nicht auf, von dem Tage an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten, auf daß ihr erfüllt sein möget mit der Erkenntnis seines Willens in aller Weisheit und geistlichem Verständnis, 10um würdig des Herrn zu wandeln zu allem Wohlgefallen, in jedem guten Werke fruchtbringend, und wachsend durch die Erkenntnis Gottes, 11gekräftigt mit aller Kraft nach der Macht seiner Herrlichkeit, zu allem Ausharren und ⟨aller⟩ Langmut mit Freuden; 12danksagend dem Vater, der uns fähig* gemacht hat zu dem Anteil am Erbe der Heiligen in dem Lichte, 13der uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, 14in welchem wir die Erlösung haben, die Vergebung der Sünden; 15welcher das Bild des unsichtbaren Gottes ist, der Erstgeborene aller Schöpfung. 16Denn durch ihn* sind alle Dinge erschaffen worden, die in den Himmeln und die auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alle Dinge sind durch ihn und für ihn geschaffen. 17Und er ist vor allen, und alle Dinge bestehen zusammen durch ihn. 18Und er ist das Haupt des Leibes, der Versammlung, welcher der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, auf daß er in allen Dingen den Vorrang habe; 19denn es war das Wohlgefallen der ganzen Fülle*, in ihm zu wohnen, 20und durch ihn alle Dinge mit sich zu versöhnen, – indem* er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes, – durch ihn, es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln. 21Und euch, die ihr einst entfremdet und Feinde waret nach der Gesinnung in den bösen Werken, hat er* aber nun versöhnt 22in dem Leibe seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unsträflich vor sich hinzustellen, 23wenn ihr anders in dem Glauben gegründet und fest bleibet und nicht abbewegt werdet von der Hoffnung des Evangeliums, welches ihr gehört habt, das gepredigt worden in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.
24Jetzt freue ich mich in ⟨den⟩ Leiden für euch und ergänze in meinem Fleische, was noch rückständig ist von den Drangsalen des Christus für seinen Leib, das ist die Versammlung, 25deren Diener ich geworden bin nach der Verwaltung Gottes, die mir in Bezug auf euch gegeben ist, um das Wort Gottes zu vollenden*: 26das Geheimnis, welches von den Zeitaltern und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen geoffenbart worden ist, 27denen Gott kundtun wollte, welches der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses sei unter den Nationen, welches ist Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit; 28den wir verkündigen, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren in aller Weisheit, auf daß wir jeden Menschen vollkommen in Christo darstellen; 29wozu ich mich auch bemühe, indem ich kämpfend ringe nach seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt in Kraft.
1Denn ich will, daß ihr wisset, welch großen Kampf ich habe um euch und die in Laodicäa und so viele mein Angesicht im Fleische nicht gesehen haben, 2auf daß ihre Herzen getröstet sein mögen, vereinigt in Liebe und zu allem Reichtum der vollen Gewißheit des Verständnisses, zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes, 3in welchem verborgen sind alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. 4Dies sage ich aber, auf daß niemand euch verführe durch überredende Worte. 5Denn wenn ich auch dem Fleische nach abwesend bin, so bin ich doch im Geiste bei euch, mich erfreuend und sehend eure Ordnung und die Festigkeit eures Glaubens an Christum.
6Wie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, so wandelt in ihm, 7gewurzelt und auferbaut in ihm und befestigt* in dem Glauben, so wie ihr gelehrt worden seid, überströmend in demselben mit Danksagung. 8Sehet zu, daß nicht jemand sei, der euch als Beute wegführe durch die Philosophie und ⟨durch⟩ eitlen Betrug, nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt, und nicht nach Christo. 9Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig; 10und ihr seid vollendet* in ihm, welcher das Haupt jedes Fürstentums und ⟨jeder⟩ Gewalt ist; 11in welchem ihr auch beschnitten worden seid mit einer nicht mit Händen geschehenen Beschneidung, in dem Ausziehen des Leibes des Fleisches, in der Beschneidung des Christus, 12mit ihm begraben in der Taufe, in welcher* ihr auch mitauferweckt worden seid durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat. 13Und euch, als ihr tot waret in den Vergehungen und in der Vorhaut eures Fleisches, hat er mitlebendig gemacht mit ihm, indem er uns alle Vergehungen vergeben hat; 14als er ausgetilgt die uns entgegen ⟨stehende⟩ Handschrift* in Satzungen, die wider uns war, hat er sie auch aus der Mitte weggenommen, indem er sie an das Kreuz nagelte; 15als er die Fürstentümer und die Gewalten ausgezogen* hatte, stellte er ⟨sie⟩ öffentlich zur Schau, indem er durch dasselbe* über sie einen Triumph hielt.
16So richte euch nun niemand über Speise oder Trank, oder in Ansehung eines Festes oder Neumondes oder von Sabbathen, 17die ein Schatten der zukünftigen Dinge sind, der Körper aber ist Christi. 18Laßt niemanden euch um den Kampfpreis bringen, der seinen eigenen Willen tut* in Niedriggesinntheit und Anbetung der Engel*, indem er auf Dinge eingeht, die er nicht gesehen hat*, eitler Weise aufgeblasen von dem Sinne seines Fleisches, 19und nicht festhaltend das Haupt, aus welchem der ganze Leib, durch die Gelenke und Bande Darreichung empfangend und zusammengefügt, das Wachstum Gottes wächst.
20Wenn ihr mit Christo den Elementen der Welt* gestorben seid, was unterwerfet ihr euch Satzungen*, als lebtet ihr ⟨noch⟩ in der Welt? 21Berühre nicht, koste nicht, betaste nicht! 22(Dinge, welche alle zur Zerstörung bestimmt sind durch den Gebrauch,) nach den Geboten und Lehren der Menschen, 23(welche zwar einen Schein von Weisheit haben, in eigenwilligem Gottesdienst* und in Niedriggesinntheit und im Nichtverschonen des Leibes, ⟨und⟩ nicht in einer gewissen Ehre*,) zur Befriedigung* des Fleisches.
1Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so suchet was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. 2Sinnet auf das was droben ist, nicht auf das was auf der Erde ist; 3denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. 4Wenn der Christus, unser Leben, geoffenbart wird, dann werdet auch ihr mit ihm geoffenbart werden in Herrlichkeit.
5Tötet* nun eure Glieder, die auf der Erde sind: Hurerei, Unreinigkeit, Leidenschaft, böse Lust und Habsucht*, welche Götzendienst ist, 6um welcher Dinge willen der Zorn Gottes kommt über die Söhne des Ungehorsams; 7unter welchen* auch ihr einst gewandelt habt, als ihr in diesen Dingen lebtet. 8Jetzt aber leget auch ihr das alles ab*: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, schändliches Reden aus eurem Munde. 9Belüget einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen 10und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Bilde dessen, der ihn erschaffen hat; 11wo nicht ist Grieche und Jude, Beschneidung und Vorhaut, Barbar*, Scythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen.
12Ziehet nun an*, als Auserwählte Gottes, ⟨als⟩ Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Niedriggesinntheit, Milde, Langmut, 13einander ertragend und euch gegenseitig vergebend, wenn einer Klage hat wider den anderen; wie auch der Christus euch vergeben hat, also auch ihr. 14Zu diesem allem* aber ⟨ziehet⟩ die Liebe ⟨an⟩ , welche das Band der Vollkommenheit ist. 15Und der Friede des Christus regiere* in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen worden seid in einem Leibe; und seid dankbar. 16Laßt das Wort des Christus reichlich in euch wohnen, in aller Weisheit euch* gegenseitig lehrend und ermahnend, mit Psalmen, Lobliedern ⟨und⟩ geistlichen Liedern, Gott singend in euren Herzen in Gnade*. 17Und alles was immer ihr tut, im Wort oder im Werk, alles ⟨tut⟩ im Namen des Herrn Jesu, danksagend Gott, dem Vater, durch ihn.
18Ihr Weiber, seid euren* Männern unterwürfig, wie es sich geziemt in ⟨dem⟩ Herrn. 19Ihr Männer, liebet eure* Weiber und seid nicht bitter gegen sie. 20Ihr Kinder, gehorchet euren* Eltern in allem, denn dies ist wohlgefällig im Herrn. 21Ihr Väter, ärgert eure Kinder nicht, auf daß sie nicht mutlos werden. 22Ihr Knechte*, gehorchet in allem euren* Herren nach dem Fleische, nicht in Augendienerei, als Menschengefällige, sondern in Einfalt des Herzens, den Herrn fürchtend. 23Was irgend ihr tut, arbeitet von Herzen, als dem Herrn und nicht den Menschen, 24da ihr wisset, daß ihr vom Herrn die Vergeltung des Erbes empfangen werdet; ihr dienet dem Herrn Christo. 25Denn wer unrecht tut, wird das Unrecht empfangen, das er getan hat; und da ist kein Ansehen der Person.
1Ihr Herren, gewähret euren* Knechten* was recht und billig ist, da ihr wisset, daß auch ihr einen Herrn in den Himmeln habt.
2Beharret im Gebet und wachet in demselben mit Danksagung; 3und betet zugleich auch für uns, auf daß Gott uns eine Tür des Wortes auftue, um das Geheimnis des Christus zu reden, um deswillen ich auch gebunden bin, 4auf daß ich es offenbare, wie ich reden soll.
5Wandelt in Weisheit gegen die, welche draußen sind, die gelegene Zeit auskaufend. 6Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt, um zu wissen, wie ihr jedem einzelnen antworten sollt.
7Alles was mich angeht, wird euch Tychikus kundtun, der geliebte Bruder und treue Diener und Mitknecht* in ⟨dem⟩ Herrn, 8den ich eben dieserhalb zu euch gesandt habe, auf daß er eure Umstände erfahre und eure Herzen tröste, 9mit Onesimus, dem treuen und geliebten Bruder, der von euch ist; sie werden euch alles kundtun, was hier ⟨vorgeht⟩ . 10Es grüßt euch Aristarchus, mein Mitgefangener, und Markus, der Neffe* des Barnabas, betreffs dessen ihr Befehle erhalten habt, (wenn er zu euch kommt, so nehmet ihn auf,) 11und Jesus, genannt Justus, die aus der Beschneidung sind. Diese allein sind Mitarbeiter am Reiche Gottes, die mir ein Trost gewesen sind. 12Es grüßt euch Epaphras, der von euch ist, ein Knecht* Christi Jesu, der allezeit für euch ringt in den Gebeten, auf daß ihr stehet vollkommen und völlig überzeugt in allem Willen Gottes. 13Denn ich gebe ihm Zeugnis, daß er viel arbeitet für euch und die in Laodicäa und die in Hierapolis. 14Es grüßt euch Lukas, der geliebte Arzt, und Demas. 15Grüßet die Brüder in Laodicäa, und Nymphas, und die Versammlung, die in seinem Hause ist. 16Und wenn der Brief bei euch gelesen ist, so machet, daß er auch in der Versammlung der Laodicäer gelesen werde, und daß auch ihr den aus Laodicäa leset; 17und saget Archippus: Siehe auf den Dienst, den du im Herrn empfangen hast, daß du ihn erfüllest. 18Der Gruß mit meiner, des Paulus, Hand. Gedenket meiner Bande. Die Gnade sei mit euch!
1Paulus, Apostel Jesu Christi*, nach Befehl Gottes, unseres Heilandes, und Christi Jesu, unserer Hoffnung, 2Timotheus, ⟨meinem⟩ echten Kinde im Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und Christo Jesu, unserem Herrn!
3So wie ich dich bat, als ich nach Macedonien reiste, in Ephesus zu bleiben, auf daß du etlichen gebötest, nicht andere Lehren zu lehren, 4noch mit Fabeln und endlosen Geschlechtsregistern sich abzugeben, die mehr Streitfragen hervorbringen, als die Verwaltung Gottes ⟨fördern⟩ , die im Glauben ist . . . 5Das Endziel des Gebotes* aber ist: Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben, 6wovon etliche abgeirrt sind und sich zu eitlem Geschwätz gewandt haben; 7die Gesetzlehrer sein wollen und nicht verstehen, weder was sie sagen, noch was sie fest behaupten. 8Wir wissen aber, daß das Gesetz gut ist, wenn jemand es gesetzmäßig gebraucht; 9dieses wissend, daß für einen Gerechten ⟨das⟩ Gesetz nicht bestimmt ist, sondern für Gesetzlose und Zügellose, für Gottlose und Sünder, für Heillose* und Ungöttliche, Vaterschläger und Mutterschläger, Menschenmörder, 10Hurer, Knabenschänder, Menschenräuber, Lügner, Meineidige, und wenn etwas anderes der gesunden Lehre zuwider ist, 11nach dem Evangelium der Herrlichkeit des seligen Gottes, welches mir anvertraut worden ist. 12[Und] ich danke* Christo Jesu, unserem Herrn, der mir Kraft verliehen, daß er mich treu erachtet hat, indem er den in den Dienst stellte, 13der zuvor ein Lästerer und Verfolger und Gewalttäter war; aber mir ist Barmherzigkeit zu teil geworden, weil ich es unwissend im Unglauben tat. 14Über die Maßen aber ist die Gnade unseres Herrn überströmend geworden mit Glauben und Liebe, welche in Christo Jesu sind*. 15Das Wort ist gewiß* und aller Annahme wert, daß Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, von welchen ich der erste bin. 16Aber darum ist mir Barmherzigkeit zu teil geworden, auf daß an mir, dem ersten, Jesus Christus die ganze Langmut erzeige, zum Vorbilde für die*, welche an ihn glauben werden zum ewigen Leben. 17Dem Könige der Zeitalter aber, dem unverweslichen, unsichtbaren, alleinigen Gott, sei Ehre und Herrlichkeit in die Zeitalter der Zeitalter! Amen.
18Dieses Gebot vertraue ich dir, ⟨mein⟩ Kind Timotheus, nach den vorangegangenen Weissagungen über dich, auf daß du durch dieselben den guten Kampf kämpfest, 19indem du ⟨den⟩ Glauben bewahrst und ein gutes Gewissen, welches etliche von sich gestoßen und ⟨so⟩ , was den Glauben betrifft, Schiffbruch gelitten haben; 20unter welchen Hymenäus ist und Alexander, die ich dem Satan überliefert habe, auf daß sie durch Zucht unterwiesen würden, nicht zu lästern.
1Ich ermahne nun vor allen Dingen, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, 2für Könige und alle, die in Hoheit sind, auf daß wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und würdigem Ernst. 3Denn dieses ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott, 4welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. 5Denn Gott ist einer, und einer Mittler* zwischen Gott und Menschen, ⟨der⟩ Mensch Christus Jesus, 6der sich selbst gab zum Lösegeld für alle, ⟨wovon⟩ das Zeugnis zu seiner Zeit* ⟨verkündigt werden sollte⟩ , 7wozu ich bestellt worden bin als Herold* und Apostel, (ich sage die Wahrheit, ich lüge nicht,) ein Lehrer der Nationen in Glauben und Wahrheit.
8Ich will nun, daß die Männer an jedem Orte beten, indem sie heilige* Hände aufheben, ohne Zorn und zweifelnde Überlegung. 9Desgleichen auch, daß die Weiber in bescheidenem* Äußeren* mit Schamhaftigkeit und Sittsamkeit* sich schmücken, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarer Kleidung, 10sondern was Weibern geziemt, die sich zur Gottesfurcht bekennen, durch gute Werke. 11Ein Weib lerne in der Stille in aller Unterwürfigkeit. 12Ich erlaube aber einem Weibe nicht, zu lehren, noch über den Mann zu herrschen, sondern stille zu sein; 13denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva; 14und Adam wurde nicht betrogen, das Weib aber wurde betrogen und fiel in Übertretung. 15Sie wird aber gerettet werden in Kindesnöten, wenn sie bleiben in Glauben und Liebe und Heiligkeit* mit Sittsamkeit.
1Das Wort ist gewiß: Wenn jemand nach einem Aufseherdienst trachtet, so begehrt er ein schönes Werk. 2Der Aufseher nun muß untadelig sein, eines Weibes Mann, nüchtern, besonnen*, sittsam, gastfrei, lehrfähig; 3nicht dem Wein ergeben, kein Schläger, sondern gelinde, nicht streitsüchtig, nicht geldliebend, 4der dem eigenen Hause wohl vorsteht, der ⟨seine⟩ Kinder in Unterwürfigkeit hält mit allem würdigen Ernst, 5(wenn aber jemand dem eigenen Hause nicht vorzustehen weiß, wie wird er die Versammlung Gottes besorgen?) 6nicht ein Neuling, auf daß er nicht, aufgebläht, ins Gericht des Teufels verfalle*. 7Er muß aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, ⟨die⟩ draußen ⟨sind⟩ , auf daß er nicht in Schmach und in ⟨den⟩ Fallstrick des Teufels verfalle.
8Die Diener* desgleichen, würdig, nicht doppelzüngig, nicht vielem Wein ergeben, nicht schändlichem Gewinn nachgehend, 9die das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen bewahren. 10Laß diese aber auch zuerst erprobt werden, dann laß sie dienen, wenn sie untadelig sind. 11Die Weiber desgleichen, würdig, nicht verleumderisch, nüchtern, treu in allem. 12Die Diener seien eines Weibes Mann, die ⟨ihren⟩ Kindern und den eigenen Häusern wohl vorstehen; 13denn die, welche wohl gedient haben, erwerben sich eine schöne Stufe, und viel Freimütigkeit im Glauben, der in Christo Jesu ist.
14Dieses schreibe ich dir in der Hoffnung, bald* zu dir zu kommen; 15wenn ich aber zögere, auf daß du wissest, wie man sich verhalten soll im Hause Gottes, welches die Versammlung des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste* der Wahrheit. 16Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottseligkeit: Gott ist geoffenbart worden im Fleische, gerechtfertigt* im Geiste, gesehen von den Engeln, gepredigt unter den Nationen, geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit.
1Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in den letzten* Zeiten etliche von dem Glauben abfallen werden, achtend auf betrügerische* Geister und Lehren der Dämonen, 2die in Heuchelei Lügen reden ⟨und⟩ betreffs des eigenen Gewissens wie mit einem Brenneisen gehärtet sind, 3verbieten zu heiraten, ⟨und gebieten⟩ , sich von Speisen zu enthalten, welche Gott geschaffen hat zur Annehmung mit Danksagung für die, welche glauben und die Wahrheit erkennen*. 4Denn jedes Geschöpf Gottes ist gut und nichts verwerflich, wenn es mit Danksagung genommen wird; 5denn es wird geheiligt durch Gottes Wort und durch Gebet. 6Wenn du dieses den Brüdern vorstellst, so wirst du ein guter Diener Christi Jesu sein, auferzogen* durch die Worte des Glaubens und der guten Lehre, welcher du genau gefolgt bist*. 7Die ungöttlichen und altweibischen Fabeln aber weise ab, übe dich aber zur Gottseligkeit; 8denn die leibliche Übung ist zu wenigem nütze, die Gottseligkeit aber ist zu allen Dingen nütze, indem sie die Verheißung des Lebens hat, des jetzigen und des zukünftigen. 9Das Wort ist gewiß und aller Annahme wert; 10denn für dieses arbeiten wir und werden geschmäht, weil wir auf einen lebendigen Gott hoffen, der ein Erhalter aller Menschen ist, besonders der Gläubigen. 11Dieses gebiete und lehre. 12Niemand verachte deine Jugend, sondern sei ein Vorbild der Gläubigen im Wort, im Wandel, in Liebe, im Glauben, in Keuschheit*. 13Bis ich komme, halte an mit dem* Vorlesen, mit dem Ermahnen, mit dem Lehren. 14Vernachlässige nicht die Gnadengabe in dir, welche dir gegeben worden ist durch Weissagung mit Hände-Auflegen der Ältestenschaft. 15Bedenke* dieses sorgfältig; lebe darin, auf daß deine Fortschritte allen offenbar seien. 16Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre*; beharre in diesen Dingen*; denn wenn du dieses tust, so wirst du sowohl dich selbst erretten, als auch die, welche dich hören.
1Einen Älteren fahre nicht hart an, sondern ermahne ihn als einen Vater, jüngere als Brüder; 2ältere Frauen als Mütter, jüngere als Schwestern, in aller Keuschheit*. 3Ehre die Witwen, die wirklich Witwen sind. 4Wenn aber eine Witwe Kinder oder Enkel hat, so mögen sie zuerst lernen, gegen das eigene Haus fromm zu sein und den Eltern Gleiches zu vergelten; denn dieses ist angenehm vor Gott. 5Die aber wirklich Witwe und vereinsamt ist, hofft auf Gott und verharrt in dem Flehen und den Gebeten Nacht und Tag. 6Die aber in Üppigkeit* lebt, ist lebendig tot. 7Und dies gebiete, auf daß sie unsträflich seien. 8Wenn aber jemand für die Seinigen und besonders für die Hausgenossen nicht sorgt, so hat er den Glauben verleugnet und ist schlechter als ein Ungläubiger. 9Eine Witwe werde verzeichnet*, wenn sie nicht weniger als sechzig Jahre alt ist, eines Mannes Weib ⟨war⟩ , 10ein Zeugnis hat in guten Werken, wenn sie Kinder auferzogen, wenn sie Fremde beherbergt, wenn sie der Heiligen Füße gewaschen, wenn sie Bedrängten Hülfe geleistet hat, wenn sie jedem guten Werke nachgegangen ist. 11Jüngere Witwen aber weise ab; denn wenn sie üppig geworden sind wider Christum, so wollen sie heiraten, 12und fallen ⟨dem⟩ Urteil anheim, weil* sie den ersten Glauben verworfen haben. 13Zugleich aber lernen sie auch müßig ⟨sein⟩ , umherlaufend in den Häusern; nicht allein aber müßig, sondern auch geschwätzig und vorwitzig, indem sie reden was sich nicht geziemt*. 14Ich will nun, daß jüngere ⟨Witwen⟩ heiraten, Kinder gebären, Haushaltung führen, dem Widersacher keinen Anlaß geben der Lästerung halber; 15denn schon haben sich etliche abgewandt, dem Satan nach. 16Wenn ein Gläubiger oder eine Gläubige Witwen hat, so leiste er ihnen Hülfe, und die Versammlung werde nicht beschwert, auf daß sie denen Hülfe leiste, die wirklich Witwen sind.
17Die Ältesten, welche wohl vorstehen, laß doppelter Ehre würdig geachtet werden, sonderlich die da arbeiten in Wort und Lehre*. 18Denn die Schrift sagt: „Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden“,* und: „Der Arbeiter ist seines Lohnes wert“.* 19Wider einen Ältesten nimm keine Klage an, außer bei zwei oder drei Zeugen. 20Die da sündigen überführe vor allen, auf daß auch die übrigen Furcht haben. 21Ich bezeuge ernstlich vor Gott und Christo Jesu und den auserwählten Engeln, daß du diese Dinge ohne Vorurteil beobachtest, indem du nichts nach Gunst tust.
22Die Hände lege niemandem schnell auf und habe nicht teil an fremden Sünden. Bewahre dich selbst keusch*. 23Trinke nicht länger nur Wasser, sondern gebrauche ein wenig Wein, um deines Magens und deines häufigen Unwohlseins* willen. 24Von etlichen Menschen sind die Sünden vorher offenbar und gehen voraus zum Gericht; etlichen aber folgen sie auch nach. 25Desgleichen sind auch die guten Werke vorher offenbar, und die, welche anders sind, können nicht verborgen bleiben.
1Alle, welche* Knechte* unter dem Joche sind, sollen ihre eigenen Herren* aller Ehre würdig achten, auf daß nicht der Name Gottes und die Lehre verlästert werde. 2Die aber, welche gläubige Herren* haben, sollen ⟨dieselben⟩ nicht verachten, weil sie Brüder sind, sondern ⟨ihnen⟩ vielmehr dienen, weil sie Treue* und Geliebte sind, welche die Wohltat empfangen*. Dieses lehre und ermahne. 3Wenn jemand anders lehrt und nicht beitritt den gesunden Worten, die unseres Herrn Jesu Christi sind, und der Lehre, die nach der Gottseligkeit ist, 4so ist er aufgeblasen und weiß nichts, sondern ist krank an Streitfragen und Wortgezänken, aus welchen entsteht Neid, Hader, Lästerungen, böse Verdächtigungen, 5beständige Zänkereien von Menschen, die an der Gesinnung verderbt und von der Wahrheit entblößt sind, welche meinen, die Gottseligkeit sei ein ⟨Mittel zum⟩ Gewinn. 6Die Gottseligkeit aber mit Genügsamkeit ist ein großer Gewinn; 7denn wir haben nichts in die Welt hereingebracht, [so ist es offenbar,] daß wir auch nichts hinausbringen können. 8Wenn wir aber Nahrung und Bedeckung haben, so wollen wir uns daran genügen lassen*. 9Die aber reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstrick und in viele unvernünftige und schädliche Lüste, welche die Menschen versenken in Verderben und Untergang. 10Denn die Geldliebe ist eine Wurzel alles Bösen, welcher nachtrachtend etliche von dem Glauben abgeirrt sind und sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt haben. 11Du aber, o Mensch Gottes, fliehe diese Dinge; strebe aber nach Gerechtigkeit, Gottseligkeit, Glauben, Liebe, Ausharren, Sanftmut des Geistes. 12Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, zu welchem du berufen worden bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen. 13Ich gebiete dir vor Gott, der alles am Leben erhält*, und Christo Jesu, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis bezeugt hat, 14daß du das Gebot unbefleckt, unsträflich bewahrst bis zur Erscheinung unseres Herrn Jesu Christi, 15welche zu seiner Zeit* zeigen wird der selige und alleinige Machthaber, der König der Könige* und Herr der Herren*, 16der allein Unsterblichkeit hat, der ein unzugängliches Licht bewohnt, den keiner der Menschen gesehen hat, noch sehen kann, welchem Ehre sei und ewige Macht! Amen.
17Den Reichen in dem gegenwärtigen Zeitlauf gebiete, nicht hochmütig zu sein, noch auf die Ungewißheit des Reichtums Hoffnung zu setzen, sondern auf Gott*, der uns alles reichlich darreicht zum Genuß; 18Gutes zu tun, reich zu sein in guten Werken, freigebig zu sein, mitteilsam, 19indem sie sich selbst eine gute Grundlage sammeln auf die Zukunft, auf daß sie das wirkliche Leben ergreifen.
20O Timotheus, bewahre das anvertraute Gut, indem du dich von den ungöttlichen, eitlen Reden und Widersprüchen* der fälschlich sogenannten Kenntnis* wegwendest, 21zu welcher sich bekennend etliche von dem Glauben abgeirrt sind*. Die Gnade sei mit dir!